Urlaub 2016-9

Wir sind heute Draisine gefahren! Geiler Shice!

In unserer Ferienwohnung liegt eine Infobroschüre über Dithmarschen, die Gegend hier oben, und beim Durchblättern fiel mir die Draisinenfahrt mit der Fahrraddraisine auf. Im nächstgrößeren Ort – Marne – ca. 15 Minuten von hier weg, gibts einen Draisinenbahnhof, ab dem man Richtung St. Michaelisdonn fahren kann.

Als wir das Fußbürstl kaufen waren, sind wir noch ein Stück die Straße weitergefahren und wollten eigentlich nur mal schauen. Außerdem war grad zu, weil das Wetter eher unbeständig war vergangene Woche. Wir haben ein Infoblatt mitgenommen, auf dem die Abfahrtszeiten standen und sind wieder heim gefahren – mit dem festen Vorsatz, das mal im Hinterkopf zu behalten und das Wetter zu beobachten.

Heute dann waren wir zeitig wach und machten uns auf den Weg nach Marne, da um 11 die erste Abfahrt sein sollte, ne Stunde vorher machte die Station auf. Da wir die ersten und einzigen Interessenten waren, durften wir sogar schon halb 11 losfahren – dann hätten wir mehr Zeit, als die angepeilten 60 – 70 Minuten für die ca. 9km lange Strecke. Sollte uns recht sein, dann konnten wir mitten auf der Strecke noch in aller Ruhe den Cache suchen 😀

Das etwas andere #Cachemobil. #geocaching mit #draisine. #Marne #stmichaelisdonn #dithmarschen

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Nachdem es gestern bis in die Nacht rein noch geschüttet hatte, wie aus Kübeln, war es heute eher bedeckt und dunkelgrau, aber trocken und leicht windig. Wir hätten also die eine Richtung mit Segel fahren können, sind aber fleißig gedemmelt. Keine Gangschaltung und Direktantrieb sozusagen 😉

Auf der Strecke mussten ein paar Mal Schranken geöffnet und wieder geschlossen werden – das hat der Mann übernommen im gelben Sicherheitswestchen. In St. Michaelisdonn, kurz vor der Ankunft mussten wir eine Art Fußgängerampel für Draisinenfahrer betätigen, dann die Schranke öffnen, bei grün über die Straße fahren, Schranke schließen, auf der anderen Seite die Schranke öffnen, durchfahren und wieder zumachen. Ich habe an den Schranken immer das Gefährt über die Straße gefahren. So witzig! Grundsätzlich hatte der Autoverkehr Vorrang und die meisten kreuzenden Straßen waren „nur“ Sackgassen und wenig befahren.

Als wir wieder in Marne angekommen waren, fragte die freundliche Frau, wie es war und ob wir was gemerkt hätten auf der Rückfahrt. Es war natürlich toll! Ich meinte aber schon auf der Strecke zum Mann, dass ich es jetzt irgendwie in den Oberschenkeln merke, ganz leicht nur, aber es war irgendwie anstrengender als auf der Hinfahrt. Wir haben es aber einhellig auf den leichten Gegenwind geschoben. Als wir das der Frau sagten, lachte sie und wies uns darauf hin, dass wir rückzu tatsächlich ein wenig bergauf gefahren wären. Das Kirchenportal in St. Michaelis ist ungefähr auf der Höhe der Kirchturmspitze von Marne. Ah, guck an! Die Kirchen sind hier übrigens nicht allzu hoch, aber ca. 10m sind es schon.

Soviel Spaß es gemacht hat, so froh waren wir doch, als wir endlich wieder am Startbahnhof angekommen sind! Sogar der Mann, als regelmäßiger Radfahrer, hat jetzt Popoaua 😀 Und ich freu mich immer noch riesig, dass wir das gemacht haben! Wieder ein Erlebnis mehr.

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