Urlaub 2016-8

Als wir am Samstag bei der Frau Ex-Kollegin und ihrem Gatten – einem ehemaligen Seemann – waren, empfahlen uns beide, doch noch in Brunsbüttel an der Schleuse Schiffe gucken zu gehen. Da wir eh nicht voll durchgeplant waren, behielten wir das mal im Hinterkopf. Und als wir gestern auf dem Kanal bei Burg und Hochdonn noch ein paar große Pötte vorbeiziehen sahen, nahmen wir uns vor, heute nach Brunsbüttel zu fahren.

Glück wir hatten! Gerade als wir uns für eine längere Wartezeit eingerichtet hatten – die ganz professionellen Pottgucker gehen nach Fahr- bzw. Schleusenplan gucken, wir wollten halt warten – kam ein Tanker von der Nordsee und fuhr in die Schleusenkammer. Der Pott wurde vertäut, machte die Reling klar und ein Kanalmitarbeiter und ein Polizist gingen an Bord. Währenddessen ging das Tor zu, Wasser wurde rausgelassen, die zwei Leutchen gingen wieder von Bord, die Leinen wurden gelöst und der Koloss fuhr in den Kanal rein. Das Ganze hat ungefähr  so lange gedauert, dass ich zwischendrin noch gemütlich ne viertel Stunde mit dem beschden Cheffe telefonieren konnte. Irgendwo habe ich gelesen, dass ein Schleusenvorgang ca. 45 Minuten dauern kann. Vom Gefühl her könnte das hinkommen.

Schiffe gucken in #Brunsbüttel. Riesige Pötte! #Nordsee #nordostseekanal #nok #urlaub

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Wir sind danach mit der Fähre auf die andere Kanalseite gefahren, um noch ein Döschen zu suchen. Geschickt gelegen an einer kleinen Aussichtsplattform aufm Deich, sodass man in die Elbmündung und auf die Nordsee schauen konnte.

So als Landratte ist das das schon absolut interessant, die Riesenkähne mal aus 20m Entfernung zu sehen! Wir haben zwar auch auf dem Bodensee Schiffe, aber für die hätte der Tanker heute nur ein müdes Husten übrig gehabt 😉

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