Urlaub 2016-7

Nachdem wir gestern Abend am Hochdonner Fährhaus nicht mehr gecacht haben, jedoch nochmal den großen Pötten beim Vorbeigleiten zuschauen wollten und diesen äußerst witzig anmutenden Whereigo machen wollten, sind wir heute wieder ne reichliche halbe Stunde durch die Botanik gefahren, um in Burg die Fähre zu entern.

Gestern Abend habe ich mir erstmal einen abgegeigt, um die runtergeladene Cartridge für den WIG-Player aufm Smartphone genau in den Ordner zu verschieben, in welchem der Player die Datei auch erkennt – was ein Act! Übers Macbook möchte mein Android-Cachephone irgendwie nicht kommunizieren, also musste ich alles übers Smartphone machen. Irgendwann hat es geklappt, ich weiß nur nicht mehr wie 😀 Übers GPS habe ich noch nie einen WIG gespielt, muss ich mal Google fragen, ob und wie und überhaupt…

Heute dann parkten wir den großen Dicken und bestiegen die Fähre – ich zumindest. Ich startete den Player und muss wohl erstmal nen Schrei losgelassen haben… Es tat sich genau das Rätsel auf – mit ein bisschen nachdenken hätte ich auch drauf kommen können, was genau mich an der Fähre erwartet – welches ich nie so richtig begriffen habe: ein Kohlkopf, ein Schaf, ein Wolf. Muss alles von rechts nach links oder von links nach rechts. Wolf mag Schaf, Schaf mag Kohlkopf, es darf also niemals nicht irgendwas mit irgendwem alleine gelassen werden, um Tote zu verhindern. Oder so. Zum Glück war der Empfang gut, Google war mir gnädig und die Lösung war schnell gefunden. Ich bin also grinsend Fähre gefahren und habe virtuelle Fracht befördert. Und ich befürchte, dass ich die Lösung niemals nicht wieder vergessen werde!

Die Fähre fuhr los und ich musste das Schaf aufladen. Die Fähre setzte über und ich durfte das Schaf abladen. Ich fuhr leer zurück und lud den Kohlkopf auf. Auf der anderen Seite lud ich den Kohlkopf ab und das Schaf auf, denn Schaf und Kohlkopf alleine lassen, gibt keinen Kohlkopf mehr 😉 Wieder angekommen, lud ich das Schaf ab und den Wolf auf. Auf der anderen Seite lud ich den Wolf beim Kohlkopf ab und fuhr nochmal leer zurück, um das Schaf zu holen. Ich holte also das Schaf, fuhr nochmal zurück und lud es zu Wolf und Kohlkopf ab. Gewonnen! Ich bekam also für meine „Anstrengungen“ ein Final auf der Karte angezeigt, welches wir später holen würden. Erstmal wollte ich noch auf der anderen Kanalseite eine Dose holen. Also nochmal kurz übersetzen 😉

Die Kanalfahrten mit der Fähre waren kostenfrei, ich habe auch niemandem einen Platz geklaut, während ich da ne halbe Stunde hin und her gegondelt bin. Da der Nord-Ostsee-Kanal – kurz NOK – von Menschenhand geschaffen wurde, muss auch der Mensch dafür sorgen, dass die Verbindung gewährleistet ist. Und zwar kostenfrei.

Als wir also an der Burger Fähre alle Dosen erwischt hatten, fuhren wir ca. 5km weiter nach Hochdonn, um dort noch ein paar Döschen zu finden und die Eisenbahnhochbrücke nochmals genauer zu bewundern. Imposantes Bauwerk!

Heute Abend auf der Rückfahrt dann sind wir nochmal in Friedrichskoog vorbeigefahren und haben den Windrosen-Cache gefunden. Beim letzten Mal hat es angefangen mit schütten und wir hatten unerwünschte Zuschauer – keine gute Kombination, um in Ruhe ne Dose zu finden… Heute waren wir ziemlich zügig erfolgreich 🙂

Kleines Freudings im Urlaub: 1.000 gefundene Caches!  Eintausend! Woohoooooo! Ein bisschen taktisch gelegt, damit ich als 1.000 und zusätzlich neuen Cachetyp einen Virtual-Cache machen konnte. So langsam sollte ich echt mal überlegen, des beschden Blogverwalters „Ich bin BaWü-Cacher“-Fragebogen auszufüllen, denn darin gehts u. a auch um Statistik. Bisher dachte ich immer, Statistik interessiert mich nicht so wirklich – ha! Es wird eher schlimmer, je mehr Caches man findet…

Kleines, fast schon großes Aha-Dings im Urlaub: in Friedrichskoog-Spitze gibt es ein Informationszentrum zur Bohrinsel Mittelplate. Durch Zufall bin ich heute da rein und dachte, dass ich dort vielleicht rauskriege – für einen Earthcache, wie könnte es auch anders sein, wie groß der Salzstock ist, der unter Friedrichskoog-Büsum ist. Also den freundlichen Herrn gefragt, der mir das sehr genau sagen konnte und anhand einer PowerPoint-Folie auch zeigen und erläutern konnte. Dann fragte der plötzlich, wie badisch ich bin. „Wie badisch sind Sie eigentlich?“ – Ich so total verdattert: „Ich? Badisch?! Gar nicht! Ich bin a Neigschmeckte!“ – „Oha, schwäbisch!“ – „Na, ganz eigentlich bin ich sogar sächsisch.“ – „Ach was!“ (Wir sprachen dann noch kurz über Freiberg, die TU Bergakademie und meine damit verbundene „geologische Vorbelastung“, aus der er mein Interesse für die geologische Besonderheit des Salzstocks schloss 😉 )

Es kam raus, dass er mal in Freiburg gewohnt und gearbeitet hat und in Stuttgart einen Kollegen hatte, mit dem er sich in Balingen getroffen hat. Wir hatten hier im Ferienhaus übrigens bis gestern Nachbarn, die ein Balinger Kennzeichen hatten. Auf jeden Fall meinte der Informationsmensch, dass ich ja dann schon perfekt assimiliert bin, wenn man nicht mal mehr hört, dass ich aus Sachsen wäre, geschweige denn jahrelang auf der schwäbischen Alb gewohnt habe… Tja, die Welt ist ein Dorf, dass man sogar hier oben erkennt, wo ich her bin… Und ich hatte weder ein Schild um den Hals, noch habe ich mit dem Mann geredet, noch konnte er sehen, welches Kennzeichen mein Auto hat, gekannt haben wir uns sowieso nicht… Aber ich will gar nicht badenserisch sein! I will schwäbisch schwätze, wenn i könnt! Ich sollte mir mal wieder ein wenig Hänk Häberle reinziehen, wenn ich daheim bin…

2 Gedanken zu „Urlaub 2016-7

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