Jahresrückblick Geocaching

Ich bin ja nicht so der Statistikcacher – behaupte ich zumindest von mir. Ich bin eher so der Genusscacher. Gern auch mal ne größere Runde, damit ich ein paar Dosen auf den Zähler bekomme, aber generell bin ich eher so für Qualität statt Quantität aus . Schön gemachte Dosen, einfache Rätsel 😉 ein Listing, bei dem sich jemand Gedanken gemacht hat und nicht nur so ne olle Filmdose, die irgendwo hingeschmissen wurde und bei der das Logbuch schon total versifft ist…

Um auch für mich mein Cache-Jahr nochmal Revue passieren zu lassen, mache ich das in Form eines kleinen Rückblicks.

Januar 

Nettes Cacheversteck! #Konstanz #geocaching #neujahr #neujahrsspaziergang #kalt #sonnig

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Der Januar war eher verhalten: zwei Döschen und es folgte der bisher längste Zeitraum ohne einen Fund, nämlich 39 Tage keine Dose. Allerdings war das Konstanzer Münster tatsächlich eine nette Idee für einen Cache! Hier habe ich nachträglich gleich mal noch einen Favoritenpunkt rangepinnt.

Februar

Im Februar habe ich dem Herzmann gezeigt, was Geocaching ist und wie das funktioniert. Ich glaube, da hat er Blut geleckt 😀 Am Aussichtsturm in Friedrichshafen haben wir ganz schön gebraucht, bis wir die Dose gefunden hatten. Das lag vielleicht auch an den vielen Muggels, die den Turm bevölkerten…

März 

Im März hatte ich ein paar Tage Urlaub, die der Herzmann und ich bei unseren Eltern – jeder für sich – in unserer Heimatstadt verbrachten. Natürlich nutzten wir die Gelegenheit und Nähe, um auch in Dresden noch ein, zwei Döschen zu suchen. Ich bin zwar in erster Linie hauptsächlich der Tradi-Cacher, aber ab und zu darfst auch gern mal ein einfacher Mystery sein 😀 Um die Ecke denken ist ja nicht so meins, deswegen sind die meisten Rätsel für mich einfach ne Nummer zu … äh … umständlich.

Das Wetter im März war schon bald recht schön, sodass ich das erste Mal in diesem Jahr mit Trekkingsandalen an den Füßen ins Wasser steigen durfte, um ein Döschen zu finden 🙂  Des Herzmanns Wohngegend ist wunderschön gelegen an der Linth im Kanton St. Gallen und ja, auch hier hat es ein paar Caches, die es zu finden galt.

Zu meinem Geburtstag sind wir nach Liechtenstein gefahren, um bei eher diesigem Wetter eine größere Runde abzulaufen, für die es sich gelohnt hätte, die Fahrräder aufs Dach zu schnallen. Aber auch zu Fuß war die Runde gut machbar, hat nur ein bisschen länger gebraucht… Hier waren ein paar schöne Bastelarbeiten und tolle Cacheverstecke dabei, für die ich ein paar Schleifchen vergeben habe.

April

Im April haben wir noch mehr schönes Wetter gehabt und sind nochmal ein bisschen an der Linth langgeradelt zum Cachen. Außerdem sind wir Raddampfer gefahren bis nach Zürich, haben dort ein, zwei Döschen gesucht und sind wieder zurück nach Rapperswil geschippert. Herrlich!

Mir ist es durch einen Zufall endlich gelungen, einen Cache zu loggen, den ich an und für sich für nicht allzu schwierig erachtete, allerdings hatte ich keine Ahnung, wie ich rausfinden sollte, wo genau die auf dem Bild zu sehende Skulptur zu finden wäre… Nicht mal meine Konschdanzer Kollegen konnten mir helfen?! Auf dem Heimweg vom Arbeiten, als ich wegen viel Verkehr einen Linksabbieger in meine Fahrtrichtung reingelassen habe und aus dem Grund meinen Blick nach links gewandt hatte, habe ich genau das gesehen, wonach ich sicherlich zwei Jahre gesucht hatte: Die Eiserne Tierwelt! Zufälle gibts!

Außerdem habe ich endlich mal Glück gehabt mit einem Brückencache! Es gibt viele schöne alte Holzbrücken, die teilweise auch Caches beherbergen, die sich mir aber nie zeigen wollen… Es ist zum Verzweifeln manchmal!

Mai 

Im Mai hat mich der Herzmann an den Walensee entführt – zum im Wasser planschen und zum Cachen natürlich 😉 Dabei ist uns Isidor begegnet, dem ich glatt ein blaues Schleifchen umgehängt habe! Da hat sich jemand richtig Mühe gegeben mit seinem Cacheversteck. Sowas mag ich sehr!

Was ich außerdem sehr mag am Cachen: man lernt was über seine (neue) Heimat! Sei es eine Geographie- und Geologielehrstunde durch Earthcaches oder einfach nur durch einen Tradi etwas geschichtliches über seine Umgebung… Man sieht Sachen, die man ohne Geocaching nie gesehen hätte und man kommt an Stellen und Ecken, die man ohne Caching und so weiter 😉

Juni

Im Juni haben der Herzmann und ich eine weitere größere Runde in Angriff genommen, diesmal im Appenzeller Land. Das Wetter war herrlich mild und das Wasser war prickelnd kalt – trotzdem musste ich hier und da meine Füße reinhalten. Ich liebe sowas! Auf der Runde mit ihren 30 Dosen habe ich tatsächlich fünf Favoritenpunkte vergeben – meistens an Caches, die irgendwo in der Nähe von Wasser waren oder für die ich mir die Füße nass machen musste, um das Logbuch signieren zu können. Sicherlich hätte ich das auch trockenen Fußes machen können, aber dann hätte ich weniger Spaß gehabt 🙂

Auf dem Weg zu lieben Bekannten auf der Alb, mussten wir natürlich auch noch hier und da ein Döschen finden. Unter anderem führte uns unser Weg an einem TB-Hotel vorbei, das bei mir allein schon durch seinen nicht ganz herkömmlichen Öffnungsmechanismus Eindruck hinterließ. Dass es dazu noch reich gefüllt war, hat man selten, wie ich finde… Manchmal sind TB-Hotels nur dem Namen nach Hotels, aber eigentlich Lost Places 😀

Juli

Wir hatten heute ganz viel Gegend und eine Erkenntnis. Oder mehrere. Zu trinken und zu essen hatten wir ausreichend dabei. Powertrails bestehen nicht immer nur aus vielen Dosen, sondern manchmal auch aus vielen steilen Höhenmetern. Alter! Raufzu gings ja eigentlich noch, aber runterzu gings stellenweise nur auf dem Hintern vorwärts, um nicht abzurutschen und den Hang runterzukullern… Alpines Bergwandern ist nix für mich, Hügel ok, Berge nay oder höchstens mit Seilbahn 😉 Und man muss nicht auf Krampf alle Caches finden… Doof zwar, aber ich war viel zu sehr mit nicht ausrutschen beschäftigt 😆 Wieder was gelernt. Man wird nie dümmer. Nie! #hirzli #geocaching #alpen #schweiz #wandertag #gehend #grün #glarnerland #walensee #zürichsee

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Im Juli haben wir endlich das gemacht, was mir schon laaaange in den Fingern juckte – vielleicht auch eher in den Füßen. Oder doch im Kopf? Wir haben die Hirzli-Runde gemacht. OK, die letzten fünf Dosen haben wir links liegen lassen, weil der Weg so anspruchsvoll war, dass ich nur noch heil runterkommen wollte… Ich darfs eigentlich gar keinem erzählen 😉 Der Hirzl ist der 1.600m hohe Berg, den man vom ca. 400m hoch gelegenen Balkon des Herzmanns sehen kann. Man kommt auf den Berg indem man ins übernächste Dorf fährt, sich dort von einer Seilbahn auf 950m schaukeln lässt und den Rest dann hochläuft. Oben angekommen, genießt man die Aussicht nach einer äußerst steilen Bergwanderung und freut sich auf den Weg nach unten, denn da liegen ja viele Dosen 🙂 Dass der Weg nach unten ungefähr genauso steil ist – nicht erwähnenswert, sondern eigentlich logisch. Wir sind morgens um 9 mit der Seilbahn hoch und waren abends um 7 oder so wieder daheim… Hochalpine Wanderungen stehen definitiv nicht mehr auf meiner To-Do-Liste 😀

Irgendwie scheint im Juli mein Multi-Knoten geplatzt zu sein. Wir haben zwar zwei Anläufe gebraucht, aber beim zweiten Vor-Ort-Termin hatte ich DIE Eingebung und tatsächlich zeigte sich uns die Dose, nachdem ich meiner Eingebung nachgekommen bin 😉 Was nicht zwingend heißen soll, dass ich jetzt nur noch und ständig Multi-Caches machen würde… Aber bei den wenigen Multis, die ich so mache, habe ich bisher fast an jeden ein Schleifchen gebunden. Nur die, die nur ne olle Filmdose als Final hatten, die kriegen kein Schleifchen. Hallo?! Ich hab Gehirnzellen verbrannt und ne Filmdose hinterm Busch ist mein Lohn?! Am Arsch, doh.

Als der Herzmann Ende Juli mit Freunden und Kollegen unterwegs war, bin ich selbstverständlich alleine cachen gewesen – in Weinfelden auf dem Rebenweg. Für mich als Rundenliebhaber eine Offenbarung – nicht weil die Dosen besonders ausgefallen waren, es waren auf jeden Fall nette Verstecke dabei, sondern weil die Gegend soviel Gegend zu bieten hatte und das Wetter einfach nur genial war!

August 

Im August habe ich ständig meine Füße in irgendwelche Gewässer gehalten: Zürichsee, ein Bächlein in Österreich, Linth, Böschkanal. Herrlich! Genau das richtige für dampfende Cacherfüße 😉 Und ich sprach nicht davon, dass ich ALLE Multis gelöst kriege oder finde…

Ende August fuhr der Herzmann mit mir nach Como. Und ich weil ich noch nie übern Gotthard oder den Bernardino gefahren bin, wollte ich über die Berge fahren und nicht durch den Tunnel! Und wir fuhren oben lang und nahmen wie immer den ein oder anderen Cache mit. Es war soooo schön! Und vor allem schön warm. Unglaublich!

September

Im September waren wir im Spreewald im Urlaub! War das schön! Zwar zwickte beim Herzmann der Rücken und das war eher so naja…, aber er schlug sich tapfer und wir machten mal wieder einen kleinen Multi. Viel im Sinne von Masse haben wir nicht gedacht, aber immer mal hier und da und dort ein Döschen. Wir sind mal geschwind nach Polen gefahren und auf dem Rückweg in den Süden noch in die Tschechei. Ja, eigentlich nur wegen der Statistik… Schön waren die Dosen jetzt nicht wirklich.

Oktober

Der Oktober ist dank der vielen Feier- und Brückentage mein fundstärkster Monat geworden mit 115 Caches. Das lag unter anderem daran, dass wir zusammen eine große Runde bei Frauenfeld gemacht haben und ich wegen des zusätzlichen Feiertags am 31.10. gleich noch eine zweite Megarunde gedreht habe.

Ein Cache ist mir in besonderer Erinnerung geblieben, weil wir zu dem auch zweimal angerückt sind: einmal um die Lage zu sondieren und einmal mit dem entsprechenden Tool, um die Dose zu bergen 😉 Außergewöhnliche Umstände erfordern außergewöhnliche Maßnahmen!

November

Der November, doh! Das war ein Monat! Es war mal wieder Messe und da der beschde Kollege zum Aufbau ausgefallen ist, bin ich kurzerhand eingesprungen. Beim Aufbau war nicht wirklich Zeit zum Cachen, aber durch Zufall reichte es zumindest für den Earthcache auf der Messe München. Als ich mit dem beschden Kollegen allerdings fünf Tage später wieder zum Abbau nach München gefahren bin, war noch Zeit dafür! Und ja, wir hatten Spaß, hatten wir doch auch eine Leiter dabei, die uns beim Dosen erobern half 😉

Im November hatten wir auch unsere Firmenweihnachtsfeier, die uns erst zur Rothaus Brauerei führte, was der beschde Kollege und ich zum Cachen nutzten – unter den amüsierten Bemerkungen der anderen Kollegen. Aber wir haben erfolgreich im dichten Fichtendickicht das Final eines Multis gefunden 🙂 An der Endstation unseres Ausflugs, der eigentlichen Hauptattraktion, sprangen der beschde Kollege und ich noch durch das fiese Novemberwetter und besuchen Ed. Ich freue mich zur Zeit sehr über die vielen Virtual Caches, die dieses Jahr in einer „Sonderaktion“ zuhauf released wurden.

Mit dem Herzmann war ich selbstverständlich auch cachen, diesmal ein Mystery, den ich dank meines besten Freundes Gugl ziemlich schnell und einfach rausbekommen habe 🙂

Dezember 

… und plötzlich war Dezember! Das Jahr war rum wie nix! Und zum schönen Abschluss sind wir natürlich über die Weihnachtstage noch kräftig unterwegs gewesen. Es war entspannt! Total entspannt und wir hatten viel Gegend! Wir waren zweimal in Liechtenstein – bei 40 Minuten Fahrtzeit keine große Sache 😉 Es war nämlich ein Mystery, der uns erst daheim wieder die richtigen Koordinaten errechnen ließ…

Beim Heididorf haben wir ein gigantomanisches TB-Hotel gefunden – wenn ich könnte, würde ich dort mehr als ein Schleifchen ranhängen! Ich bin immer noch total hin und weg vom Versteck – Verpackung würde es eher treffen – und natürlich auch von der Befüllung! Sooo viele Reisende auf einem Haufen hat man selten.

Wir werden auf jeden Fall noch an Silvester cachen gehen, wenn wir nach Zürich fahren, um das Feuerwerk anzuschauen. Irgendein Döschen wird und da sicherlich noch über den Weg laufen 😉

Und nächstes Jahr gibt es sicherlich auch noch genug zu entdecken!

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