Weiterbildungsdrama

Als ich im September einem Kollegen sagte, dass ich froh bin, wenn meine Weiterbildung endlich rum ist, meinte dieser, dass es ja eigentlich nicht Sinn und Zweck der Sache ist, wenn man sagen würde, dass man froh wäre, wenn es vorbei ist. Recht hat er! 

Ich weiß nur gerade gar nicht so richtig, wo ich konkret festmachen kann, dass ich froh bin, wenn es rum ist: 2011 war OK. Anstrengend war es. Urlaub war kein Urlaub sondern Fortbildung. Eine von vier schriftlichen Prüfungen habe ich im März 2012 nochmals schreiben dürfen und bestanden. Trotzdem war 2011 OK.

2012 jedoch war unter aller Kanone: Wechsel in der Organisationsleitung der Fachschule und Zerwürfnisse mit dem Vorgänger. Informationen, die dadurch auf der Strecke geblieben sind. Eine Ansprechpartnerin, die keine war und auch immer noch nur sehr ätherisch vorhanden zu sein scheint. Eine Lernplattform, die mehr Schein als Sein ist – angepriesen wurde sie uns wie warme Semmeln! Dozenten, die am Thema vorbei dozieren. Eine IHK, die scheinbar nur aus Sesselfurzern zu bestehen scheint, Geld einstreicht, Termine verspricht, sich dann selbst widerspricht, es natürlich nicht zugibt, nicht lesen und schreiben kann und auf Nachfrage total kundenunfreundlich kommuniziert. Selten soviel Unfähigkeit auf einem Haufen erlebt! 

Wenn diese Versprechen, die nicht gehalten wurden wenigstens nur vonseiten der IHK her bestanden hätten, wäre das vielleicht alles nicht so schlimm gewesen. Da es aber auch hier am Campus Sachen gab, die man uns als A versprach – 15 Leute haben es gehört – bei Ankunft ist dann jedoch von X die Rede, auf Nachfrage wiederum wird uns ein Gemisch aus A und X serviert. Da frag ich mich doch ernsthaft, ob hier vielleicht schlicht Überforderung im Spiel ist?! Kommunikation, Führung und Zusammenarbeit dozieren und in der Theorie alles beherrschen, jedoch in der Praxis völlig versagen: Der Satz "Ich werde mich darum kümmern." ist zur Phrase verkommen. Und wofür werden Evaluierungsbögen verteilt, wenn man sie dann doch nicht auswertet?!

Wir haben einstimmig auf die offizielle Verabschiedung verzichtet. Die wäre nämlich nicht uns zu Ehren gemacht worden, sondern um sich selbst zu beweihräuchern. Definitiv. Und das gönnt denen hier niemand von uns. Eigentlich schlimm, sowas feststellen zu müssen.

Ich gehe jetzt weinen. Um all das Geld, was ich denen hier vor die Füße geworfen habe, weil sie der einzige Bildungsträger in Deutschland für diese spezielle Fortbildung sind. Hätte ich das mal vorher gewusst, ich hätte mein Geld besser anzulegen gewusst!

Bin ich froh, wenn ich am Freitag wieder heimfahren und dieses ganze Theater hier hinter mir lassen werde.

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