Berlin

… Du bist so wunderbar, Berlin!

Berlin war toll! Ein bisschen größer, bunter, interessanter, geschichtsträchtiger… Einzig das Wetter hätte besser sein können – am Montag, war der Himmel stahlblau, die Sonne schien. In Zürich war es neblig und grau und kalt und bäh, als der Flieger gestartet ist. Aber Berlin hat sich von seiner strahlendsten Seite gezeigt!

Als der Koffer kurz im Hotel abgestellt war, ging es noch zum Alex, um auf den Fernsehturm zu klettern, um die Stadt im Licht der untergehenden Sonne und mit all ihren glitzernden Lichtern anzusehen – pffff. War leider nix. Wegen Instandhaltungsmaßnahmen war ausgerechnet am Montag geschlossen. So ein Mist.

Als ich im Oktober irgendwann vernahm, dass Mr. President ein letztes Mal Mutti besuchen kommt, hatte ich den Besuch für die Reichstagskuppel gleich für Dienstag angemeldet. Ab Mittwoch sollte im Regierungsviertel Ausnahmezustand herrschen. Auf dem Fußweg Richtung Brandenburger Tor, vorbei an der US-Botschaft und zum Reichstag waren schon die ersten Straßensperren platziert, die am nächsten Tag dann ihrer tatsächlichen Verwendung zugeführt werden sollten.

Bevor man in den Reichstag reinkommt, muss man sich – wie am Flughafen durch einen Sicherheitscheck begeben. Funfact: ich wurde gefragt, was ich denn mit einer Feder in meiner Tasche hätte… Ich muss sehr doof aus der Wäsche geschaut haben, denn der Sicherheitsmensch meinte, dass Insulin kein Problem wäre… Nee, ich habe kein Insulin. Ja, aber hier ist irgendwas mit einer Feder. Ich hatte noch einen Kuli mit einer auffälligen Feder am Drücker – nee, Kulis sind woanders zu sehen… Als ich dann fragte, ob ich das Bild mal sehen könne und mir der Monitor zur Begutachtung zugedreht wurde, fiel es mir wie Schuppen aus den Haaren: mein Travelbugstempel 😉 Also kurz gezeigt, erleichtertes Aufatmen ringsum und wieder alles zusammengerafft.

Die Reichstagskuppel ist ein sehr imposantes Gebilde! Mit einem Audioguide, der einen auf Sehenswürdigkeiten und Orientierungspunkte ringsum hinwies, war die Runde durch die Kuppel nochmal interessanter.

Da es regnete wie nix Gutes, gabs nach der Kuppel eine Stadtrundfahrt im Hop-on-Hop-off-Bus. Zwei Stunden Zeit gut rumgebracht, viel gesehen, viel erfahren, geregnet hat es danach immer noch 😉

Abendessen am Potsdamer Platz in einem ganz tollen Lokal – ich hätte bittegernedanke sowas hier unten am See! Homemade Lemonade! Superleckere Dessertkreationen und Milchshakes! Hach.

Abends dann die BlueManGroup besucht. Sehr witzig! Das waren schnelle, sehr kurzweilige anderthalb Stunden! Ein bisschen moderner war es, als ich es vom letzten Mal in Erinnerung hatte – stilisierte Smartphones und neue Technik haben einen Platz in der Aufführung gefunden… Fand ich jetzt ein bisschen naja, aber es ist nun mal ein aktuelles, allgegenwärtiges Thema.

Am Mittwoch zum Glück nicht mehr ganz so viel Regen und nicht mehr ganz so arschkalt wie am Dienstag, dafür aber Nebel und ein fast im Nebel verschwundener Fernsehturm – man kann halt nicht alles haben, nech?!  In der Galeria am Alex einen Stapel Postkarten geschrieben – ja, ich schreibe noch altmodische Postkarten und ich mag es selbst, Postkarten zu bekommen! Dann schlussendlich doch den Fernsehturm erklommen, Schlechtwetterrabatt beim Ticketkauf bekommen und oben festgestellt, dass man zwar Ausblick nach unten, aber weniger Weitblick hatte… Die Beschreibungen, was wo liegt, waren toll, aber nicht nachvollziehbar aus nebeligen Gründen 😀

Den Großstadtbesuch auch gleich noch genutzt, um einen Tantenbesuch zu machen – unangemeldet. Und tatsächlich – es war jemand zu Hause! Und sie haben sich gefreut! Und ich habe mich gefreut, dass das so superspontan und unangemeldet geklappt hat!

Am Donnerstag dann noch einen Abstecher zum Checkpoint Charlie gemacht – mit cachen natürlich, wie an all den anderen Tagen auch – in den Zoo und in die Gemäldegalerie gegangen. Es war angenehm wenig los im Zoo und im Museum, man musste sich den Platz vor den Tieren oder den Bildern nicht mit Ellbogen erkämpfen!

Abends nochmal Abendessen in diesem tollen Lokal im SonyCenter – einmal alles zum Mitnehmen bitte! Allein dafür lohnt es sich schon, nach Berlin zurückzukommen!

Am Freitag dann mit Umwegen und Verspätung – wegen Straßensperrungen wegen Mr. President – zum Flughafen gekommen – gute Planung ist natürlich alles! In Flughafennähe zu Fuß noch ganz entspannt einen letzten Cache besucht, dann auf den Flieger gewartet, der auf die Crew gewartet hat, die wiederum mit allen Passagieren zusammen über dem Norden von Zürich Schleifen drehend auf Landefreigabe warten musste, wegen Regen und schlechtem Wetter und auf dem Weg über die Autobahn nach Hause musste mein großes, dickes, weißes (naja, eher dreckiges) Auto geduldig mit vielen anderen Autofahrern warten, dass es vorwärts ging… Freitagabend. Feierabendverkehr.

Berlin war toll!

Ich bin froh, keine Must-see-Liste gemacht zu haben. Vielleicht hätte viel mehr draufgestanden, als ich hätte abarbeiten können. Vielleicht wäre ich dann traurig gewesen, dass ich zu wenig gemacht hätte… So weiß ich, dass es noch viel zu entdecken gibt und Wiederkommen sich auf jeden Fall lohnt!

Herbsturlaub 2016

Endlich ist es wieder soweit! Urlaub!

Dieses Jahr ein bisschen später als Oktober, da dieses Jahr eine Messe so spät im Oktober war, dass ich nicht zwei Wochen davor verschwinden und meine Kollegen während der Vorbereitungszeit allein lassen wollte. Vielleicht ist es übertrieben, aber ich kenne meine Pappenheimer. Die hätten das sicherlich auch allein geschafft, hätten dann aber auf halber Strecke gemerkt, dass das und das und jenes doch noch fehlt… (Schlussendlich hatten wir vergessen Weingläser einzupacken – vor Ort gabs Neue. Allerdings kam auch der komplette Wein wieder mit nach Hause  :p )

Schon im Juni hatte ich die Idee, im Herbst – naja, doch eher Winter 😉 – nach Berlin zu gehen. Ich war schon eeeeewig nicht mehr in Berlin! Ich kann mich noch verschwommen an das Rote Rathaus und an den Fernsehturm erinnern, auch an den verhüllten Reichstag, das wars aber auch schon.

Kommenden Montag gehts mit dem Flieger von Zürich nach Berlin. In Berlin gehts mit U- und S-Bahn weiter. Den Mietwagen schenken wir uns. Wir sind schließlich in einer Großstadt, die bestens mit öffentlichen Verkehrsmitteln ausgestattet ist! Einen Plan habe ich nicht gemacht. Den Reiseführer, den ich irgendwann im September gekauft habe, habe ich mal quer durchgeblättert… Natürlich stehen die Highlights auf der To-do-Liste: Brandenburger Tor, Fernsehturm, Hackesche Höfe, Checkpoint Charlie. Gleich am Dienstag habe ich einen Besuch in der Reichstagskuppel angemeldet. Einen Besuch bei einer Tante habe ich auch noch geplant, unangekündigt 😉 Wenn keiner da sein sollte, ist das auch nicht schlimm… Und falls doch jemand daheim ist: ne Tasse Kaffee reicht vollkommen!

Ich habe mir vorgenommen wieder Postkarten zu schreiben – ich mag es, noch ganz oldschool Postkarten zu verschicken. Ich muss die Adressen noch vorbereiten, fällt mir grad ein.

Den diesjährigen Urlaub habe ich am Mittwochabend mit einem Piercing eingeleitet 😀 Die Zunge musste dran glauben. Ich bin danach nochmal ins Geschäft, da noch einige Sachen erledigt werden mussten. Das Reden ging erstaunlich gut und lispelfrei. Die noch anwesenden Kollegen haben nix gemerkt.

Gestern dann war die Zunge zwar ein bisschen dick, jedoch nicht so extrem angeschwollen, dass ich gar nicht hätte reden können. Essen ist ein bisschen unangenehm. Dabei merkt man die Schwellung und den Fremdkörper. Man möchte immer irgendwas im Mund rumschieben und runterschlucken. Aber es ist fest.

Heute war die Schwellung schon geringer als gestern, sprechen ist immer noch problemfrei – vermutlich wird sich daran auch nix mehr groß ändern 😉 – essen geht langsam, aber es geht einigermaßen. Heißhunger kann ich momentan eher nicht stillen, weil ich dann vor vollem Teller verhungern würde… Alles super also! Besser als gedacht auf jeden Fall! Ich glaube, ich habe noch nie freiwillig so viel Wasser getrunken, da der Piercer meinte, dass Mundspülungen nicht unbedingt mit käuflichen Mundspülungen erfolgen müssten, sondern auch mit Mineralwasser gehen 🙂

Morgen und am Sonntag wird Wäsche gemacht und der Koffer gepackt. Das Navi wird gefüttert, damit sich die Geocaches in der großen Stadt auch zeigen – kein Urlaub ohne Geocaching 😀

Ich freu mich auf Berlin!