Heimaturlaub 2016

Es ist mal wieder Heimaturlaubzeit 🙂

Der Onkel hatte schon länger angekündigt, dass er im April seinen 60. Geburtstag feiern wollen würde und so habe ich mir das Wochenende freigehalten – zum Glück lag es außerhalb der Osterzeit. Die Tage drumherum wollte ich meine Eltern noch ein bisschen mit meiner Anwesenheit beehren, mich mit meinem Vater über Plastikdosen austauschen und natürlich selbst auch wieder ein paar von den Dingern suchen. Ein paar Earthcaches standen zur Bearbeitung an, ein paar Tradis sowieso, der Rest würde sich zeigen…

Vergangenen Donnerstag bin ich dann also Richtung Osten aufgebrochen und habe während einer wohlverdienten kurzen Pause an der Autobahn, um menschlichen Bedürfnissen ihren freien Lauf zu lassen, einen – wie könnte es anders sein – Rastplatzcache mitgenommen. Hat mir einen weiteren Strahl der 360° Deutschland-Challenge gesichert 😉 Den Rest der Strecke habe ich dann in einem Rutsch absolviert, weil ich morgens schon zwischen Böblingen und Sindelfingen in einem nicht nachvollziehbaren Stau stand, der mich ne dreiviertel Stunde Zeit und Nerven gekostet hat: man ist noch keine 200km gefahren und steht schon – oarrrr!

Am Donnerstagabend dann, nach dem im Thermomix zubereiteten Abendessen *mihihihi*, wollte ich nochmal ne Runde raus. Nach sechseinhalb Stunden Autofahrt war mir noch nach Bewegung, ein bisschen die Bergstadt erkunden, schauen, was sich so getan hat und *huuuust* cachen natürlich. Mittlerweile hat jeder normale Spaziergang einen Hintergrund! Die im Stadtpark versteckte Dose war mit ein bisschen Körpereinsatz zu finden. Daheim hätte ich den Mann suchen lassen, hier habe ich mich heroisch selbst geopfert. Keine nassen Füße bekommen! Auf dem weiteren Weg dann eine Teilinfo für einen Earthcache eingesammelt, für den Rest hatte ich mir vorgenommen meinen Vater zu interviewen. Mein Freund Google war da leider auch nicht sehr aufschlussreich…

Noch ne Feierabendrunde #geocaching in #Freiberg. #Urlaub #Sachsen

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Am Freitag dann erstmal die Oma und den Opa besucht. Frecherweise hatte ich mich am Wochenende vorher gleich mal zum Mittagessen eingeladen 😉 Nee, ich glaub, das war nicht frech. Die Oma hat sich gefreut! Wie Omas halt so sind, ne?! Kaffeetrinken und leckeren Kuchen vom regionalen Feinbäcker – ein Wort, dass ich schon eeeewig nicht mehr gehört habe – habe ich dann auch noch mitgenommen und bin danach wieder heim. Meine erste Schule – Grundschule gabs in der DDR nicht, das war immer eine Polytechnische Oberschule von der 1. bis zur 10. Klasse – hatte nach einer längeren Renovierungs- und Sanierungsphase Tag der offenen Tür und ein nachgeholtes 30jähriges Jubiläum – Wahnsinn! Außerdem wollten wir auch einfach mal neugierig gucken gehen. Hat sich auf jeden Fall gelohnt! Wir haben viel bekannte Lehrergesichter gesehen: „Guck mal, das ist die und die. Und die da hieß irgendwas mit H..“ und auch die Räume waren ähnlich aufgeteilt und strukturiert wie damals. Nur dass es nur noch eine Grundschule ist und die ehemaligen Fachkabinette eben keine Fachkabinette mehr sind – nojo.

Nach dem Besuch in der alten neuen Schule haben wir noch die finale Station des örtlichen Tierparkmultis besucht, für die wir am Tag vorher die nötigen Infos gesammelt hatten, dann aber beim Rechnen feststellen mussten, dass 4 Hände doch nicht ganz ausreichten, um Handy, Stift, Papier und Hirn in Schach zu halten… Hab ich halt daheim alles nochmal in Ruhe nachrechnen müssen. Weiß ich aber von mir und macht mir nix aus, solange noch genügend Zeit vorhanden ist 😀 Schlussendlich waren wir selbstverfreilich erfolgreich. Und natürlich hätte man das auch direkt vor Ort richtig ausrechnen können, wenn man richtig gerechnet hätte… Egal, da fragt eh keiner mehr nach 😉

Am Samstagvormittag, bevor es zur großen Geburtstagssause nach Zwickau gehen sollte, war noch ein bisschen Zeit und so habe ich mich an die Informationszusammensammelung für zwei Earthcaches gemacht. Die Outdoorteile waren schon erledigt, allerdings mussten die Fragen noch beantwortet werden. Der Cache am Geologischen Landesamt hat mich ne Menge Hirnschmalz gekostet – der war mal richtig anspruchsvoll! Aber man soll ja auch noch ein bisschen was lernen, nech?! Und nur so Popelfragen beantworten muss auch nicht sein… (Ich bring noch ne blaue Schleife vorbei bei Gelegenheit, liegt vielleicht auch daran, dass der Owner auf meine Mail mit den Antworten ein „Alles richtig. Super!“ zurückgeschrieben hat 😉 )

Die gestrige Geburtstagsfeier ging los mit einer Domführung im Zwickauer Dom. Leider nicht ganz so imposant wie der Freiberger Dom, aber auch interessant. Jeder Ort und jede Kirche hat nun mal so ihre Besonderheiten. Nach kleinem Sektempfang kam der offizielle Teil: Geschenkübergabe und Einlaufen der illustren Gästeschar 😉 Nee, alles gut. Essen gab es erst ziemlich spät durch verspätete Fertigstellung beim Aufbau und Rede und erstem Programmpunkt. Bevor aber alle vom Stuhl fielen, kam die Suppe und das Buffet wurde eröffnet. Für ein Essensbild hat es mir leider nicht gereicht, bzw. war es mir peinlich, mein Essen vor allen zu fotografieren, weil ich dann hätte erklären und weit ausholen müssen – ältere Leute und so 😉

Das heutige Essensbild 😂 #Lecker wars! #geburtstagsfeier #onkelchen #Urlaub #sachsen #Zwickau #abendessen

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Der Abend schritt fort, die Gästeschar verlief sich, die Gespräche wurden persönlicher und zack hat man festgestellt, dass der Mann der Cousine bei einem Systemhaus arbeitet und man einen gemeinsamen Chef (er) und Bekannten (ich) hat 🙂 Die Welt ist ein Dorf – es bewahrheitet sich immer wieder! So herrlich. Und ehrlich gesagt könnte ich immer noch lachen und kopfschütteln über diesen Zufall. Echt witzig 😀

Heute Mittag sind dann die restlichen weiter Angereisten wieder in alle Richtungen davongestoben, nicht ohne sich noch für ein Wiedersehen zu verabreden: „Bis in 10 Jahre dann!“

Um daheim dann nicht vor Müdigkeit ins Bett zu fallen, sind wir voller Tatendrang zu einer Cacherunde aufgebrochen. Doch nach einer nicht gefundenen Dose, einsetzendem Regen, rapide sinkenden Temperaturen und einer unter vollem Körpereinsatz erkletterten Dose, die mit moosverschmierten Hosen und einer ebenso grünschimmernden Jacke endete – ein Hoch auf die Rolle blaue Müllsäcke im Kofferraum, die im Fall des Falles als Sitzschutz herhalten müssen – traten wir den Heimweg an und waren froh um diese Entscheidung. Halbe Sissi-Cacher also 😉

Heut Abend habe ich noch ein paar Rätselcaches erraten und errechnet – ich mausere mich doch noch zum Rätselheld, ne?! – sodass ich morgen einen hoffentlich dreifachen Finalbesuch machen kann, sonst muss ich wohl oder übel frustshoppen gehen 😀 Einkaufen im Osten ist immer sehr erinnerungslastig angesichts der vielen anderen Produkte in den Regalen: Komet, Halloren, Nudossi, Viba, … Zum Glück ist der Kofferraum groß genug, um möglichst viele Ostprodukte für den Export in den Westen aufzunehmen *harhar*