Dreckswettercache

Das scheint sich jetzt ne neue Mode zu werden bei mir – irgendwo was schreiben und dann feststellen, dass es sich im Blog auch gut machen könnte 😉 Aber so kommt das Blögchen wenigstens auch wieder mal ein bisschen zu Inhalt und die Leser zu Lesestoff.

Ich kopiere hier wieder einen Text rein, bei dem ich zwar die Absätze sehe, die es dann aber vermutlich wieder nicht anzeigt:

Ha! Ich bin noch unter den ersten zehn 😉

Am vergangenen Sonntag machten wir uns bei echtem Dreckswetter auf den Weg Richtung Konschdanz, um den neuen Wherigo zu machen. Cartridge aufs Handy geladen, Cachetäsch gepackt, noch ein Regenpfützenstartparkplatzfoto gemacht und los gings.

Die erste Fahranweisung war noch super zu lesen, der Weg auch glasklar, aber dann … nix mehr!? Hä? Hallo? Akku noch voll, Internetverbindung super [der geneigte Cacher oder Leser wird hier hoffentlich ins Stutzen kommen?!], aber keine weiteren Anweisungen? Dat kann nisch sein. Also im Kreis gefahren, mal hier und mal da abgebogen, das Handy ohne Cartridge, dafür mit Kompass zu Hilfe genommen und … immer noch nüscht.

Irgendwann drückte ich ein bisschen aufm Display rum und erkannte, dass da blaue Balken leuchten können bei Standort und Kompass. Dann endlich ein erlösendes Piepen und ein sanftes Vibrieren – aaaahhhhh! Das GPS war aus *hüstel* Wer kann auch ahnen, dass man das per Hand anschalten muss?! (Ich hoffe, ich kann mir dieses Detail bis zum nächsten WIG merken…)

Also zurück zum Startparkplatz, dann gings los. Hierhin, dahin, dorthin, gucken, zählen, aufpassen, abbiegen, anhalten, zählen, rechnen, überlegen, umdrehen, zurückfahren, wenden, nachschauen. Herrlich! Multitasking vom Feinsten. Bis wir alle Aufgaben gelöst hatten und das finale Inventory angezeigt wurde – der Geochecker, die Formel und ein Code, um online auf bei wherigo zu loggen – war eine knappe Stunde rum. Macht nüscht, andere haben es in kürzerer Zeit geschafft, aber es war lustig und kurzweilig! Nur das was jetzt kam, hat mir wieder graue Haare wachsen lassen… Wir sind dann nach Hause gefahren, weil mir das ne Ecke zu kompliziert war – die E-te Wurzel aus O, eckige Klammer, Punkt- und Strichrechnung – und ich das nicht am Straßenrand bei laufendem Motor machen wollte…

Weil ich dann irgendwelche komischen Zahlen raushatte – eine vierstellige Zahl, wo eigentlich nur eine dreistellige stehen sollte die 6. Wurzel aus 27, die laut Onlinerechner wohl 1 sein könnte, aber irgendwie doch unwahrscheinlich war – musste der Owner herhalten und meinen quengelnden Fragen Rede und Antwort stehen. Noch ein bisschen korrigieren und hin- und herrechnen und das erlösende „Jetzt passts!“ kam 🙂

Heute dann ein paar Minuten früher Feierabend gemacht – zum Glück ist es jetzt wieder länger hell – den Mann Richtung Final fahren lassen und die Dose gefunden. (Man stelle sich an dieser Stelle ein strahlendes Grinsen und hibbelnde Freude vor.)

Für diese absolut geniale Idee, die tolle Umsetzung und den Spaß, den wir dabei hatten, gibts eine blaue Schleife von mir 🙂

TFTC

Gerade das #Final vom #dreckswettercache geloggt. Geiler Shice! #Konstanz #geocaching #wherigo

A photo posted by Schabine (@sabinsanity) on

Mit TFTC lasse ich jeden meiner Logeinträge enden.

Das mit der UV-Lampe (siehe Listing) hatte sich mir auf der Fahrt leider nicht erschlossen. Die Nachfrage beim Owner ergab, dass wir das bei einer Station unterwegs hätten nutzen müssen… Wir wunderten uns zwar über die uneindeutigen Regentropfen, die es zu zählen galt, aber dass wir die Tafel hätten anfunzeln müssen, auf die Idee sind wir nicht gekommen 😉 Wenn ich allerdings sehe, dass meine Vorlogger weit mehr als 1.000, 4.000, 6.000 oder gar 11.000 Funde haben, dann bin ich ja schon so ein klitzekleines bisschen stolz auf mich und das mit der Lampe verbuchen wir unter Erfahrung und funzeln in Zukunft öfter damit rum 😀

Zwischendurchdiätbloggerei

… das impliziert jetzt vermutlich, dass mich der Rappel gepackt hat und ich diäte, ne?! Aber nix da. Ein Kollege hat mich Anfang der Woche auf eine Stoffwechselkur angesprochen, die er mittlerweile zum wiederholten Male durchgeführt hat. Er hat mir per Mail drei Erfahrungsberichte zukommen lassen und bat mich um mein Feedback. Ich schrieb ihm relativ zügig zurück, dass ich mit drei subjektiven Berichten nicht allzu viel anfangen könne und mir gern anhand objektiver (soweit das geht…) Fakten ein Bild machen wolle. Er versprach mir ein Buch mitzubringen.

Abends habe ich dann auf der Couch gesessen und meinen Freund Google um Hilfe gebeten. Tatsächlich habe ich da relativ schnell Ergebnisse gefunden: hCG-Diät, Stoffwechselkur – Abnehmen in 21 Tagen, Finyo, Life Plus und wie sie alle heißen. An dieser Stelle möge sich der geneigte Leser meine linke Augenbraue vorstellen, die sich immer mehr Richtung Haaransatz verschob.

Ich habe mir dann selbst eine Mail geschrieben – mein modernes Mittel einer Gedankenstütze – und dort diverse Stichpunkte verfasst, die ich ihm später bzw. am nächsten Tag dann ausformuliert als Antwortmail und Feeback schicken wollte. Da diese Mail dann doch etwas umfangreicher geworden ist, hatte ich mir schon gestern überlegt, die auch zu bloggen. Es werden keine Namen genannt. Ich gehe davon aus – so subjektiv, wie ich das eben kann – dass ich nicht ausfällig oder beleidigend geworden bin. Ich habe lediglich meine Meinung niedergeschrieben, die ich hier gern auch mitteilen möchte.

Achtung, es folgt ein Monstertext, leider hats die Absätze nicht übernommen beim Copy + Paste:

Hallo [Name],
Du hast Dir Feedback gewünscht, also dann mal los!
Aus Neugier habe ich mich gestern Abend ne Runde durchs www geoogelt. Die grundsätzliche Aussage, die ich da gefunden habe, ist „Juhuuuu, es funktioniert!“ Sehr schön!
Dann habe ich versucht etwas über den Ablauf der Stoffwechselkur rauszukriegen und ich habe Sachen gefunden, die Du mir auch schon mal erzählt hast („Diät“ – Stabilisierung – Halten). Allerdings habe ich da auch Angaben gefunden, die für mich gar nicht gehen und dazu gehören Sachen, die man „unterstützend“ einnehmen muss, um Erfolge zu erzielen.
Ich bin der Meinung, dass man mit ausgewogener Ernährung genügend Nährstoffe, Vitamine und Mineralien zu sich nehmen kann – auch bei eingeschränkter Kalorienzufuhr – um gesund  und nachhaltig abnehmen zu können.
Was mich sehr erschreckt hat: 500 kcal pro Tag in 21 Tagen – uuuuhhhhh! Und das liegt nicht daran, dass ich gern esse, sondern eher daran, man immer wieder hört und liest, dass man nicht gleich auf 0 runterfahren sollte! Selbst die Weight Watchers passen die Kalorienzufuhr/Punktezahl dem Ausgangsgewicht an und reduzieren diese Punktezahl erst nach und nach. Die steigen nicht gleich mit der niedrigsten Punktzahl ein!
Klar werden die Kalorien bei der SWK nach den 21 Tagen ein Stück erhöht, aber von „Fressen“ auf „Hungern“ runterschalten ist echt krass.
Du kennst mich sicherlich noch nicht lange genug, um meine „Abneigung“ gegen Globuli zu kennen.
Sicherlich helfen Thymianbäder gegen Erkältung und Mentholbonbons gegen Halsschmerzen, Kamillentee und -bäder/-spülungen können unterstützend heilen, aber Globuli sind nichts weiter als Zuckerkugeln. Kleiner Witz am Rande: Herr Doktor, Herr Doktor, mein Kind hat die ganzen Globuli auf einmal gegessen! Was mach ich denn jetzt?! – Den Rest des Monats keine Süßigkeiten mehr. – Das trifft voll meinen Humor und mein Verständnis für Homöopathie.
Es ist nicht so, dass ich Homöopathie nicht schon ausprobiert hätte, allerdings musste ich mehrmals feststellen „Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.“
… und wenn ich dann auf einem Schmerzöl lese, dass es unter Anwendung rhythmischer Prozesse hergestellt wurde – sorry, da lieg ich vor Lachen am Boden, auch wenn ich so halber weiß, was damit gemeint ist. Es ist bestimmt nicht der Fall, dass ich mich nicht über mir unbekannte Sachen informieren würde!
Was mich außerdem abschreckt sind die kursierenden Preisangaben zwischen 80 und 300 Euro – pro Kur! Und man kann die ja mehrmals machen…
Dein Argument könnte jetzt sein, dass ich die ja in meine Gesundheit investieren würde, was für mein Dafürhalten nur zum Teil richtig ist. Ich investiere erstmal Geld, um abzunehmen. Aber was kommt danach? Vertrage ich das? Ist es überhaupt meiner Gesundheit zuträglich? Entstehen vielleicht Folgen (Krankheiten? Schäden?), derer ich mir vorher nicht bewusst genug war? Dann ist der Preis viel höher und steht in keinem Verhältnis zu dem, was ich da ausgegeben hatte – sicherlich unter wohlmeinenden Gesichtspunkten.
Ganz ehrlich: das Geld gebe ich lieber für „normales“ Essen aus, was ich dann auch genießen kann.
Außerdem kommen noch die Ausgaben für neue Klamotten dazu! Wenn ich es – nenn es schwacher Wille, kein Durchhaltevermögen, wie auch immer – nicht schaffe, mein niedrigeres Gewicht zu halten, ich mir aber neue Sachen kaufen musste, weil die alten hängen wie Kartoffelsäcke, dann ist das sicherlich erstmal ein tolles Gefühl gewesen, aber irgendwann kommt die Ernüchterung. Vielleicht hab ich die alten, zu großen Klamotten im Anflug von Aufräumwahn und Euphorie entsorgt und stelle dann irgendwann fest, dass mir die neuen, kleineren Klamotten zu eng werden – also müssen wieder weitere Hosen und Oberteile her. Ich kaufe nicht bei Takko, Kik, Hager und Mager und wie die Billigläden alle heißen… Die Ausgaben für Klamotten sind also nicht gering – weder wenns kleiner wird, noch wenns wieder größer werden müsste…
Mein Leben besteht schon immer aus Ernährung, ich war nur phasenweise ne Gerte und sonst eher so der Elfefant:
– im Kindergarten wurde ich von einer Schulärztin, die ihren Kittel nicht vor ihrem ausladenden Körper schließen konnte, zur Gewichtskontrolle verdonnert. Einmal pro Woche antanzen und auf die Waage stellen. Ich weiß gar nicht, ob wir in der Zeit mehr auf Ernährung geachtet haben als sonst. Was daheim immer schon Gang und Gäbe war: nur Samstag ist Naschtag, dann durften mein Bruder und ich uns was Süßes raussuchen und verputzen.
– irgendwann in der Schule in der 8. Klasse oder so habe ich mich runtergehungert. Das ging nicht lange gut, weil ich irgendwann nen Fressflash bekommen habe und mir einiges wieder angefuttert habe.
– mit 22 ungefähr hat mir meine damalige Gyn eine Ernährungsberatung aufgeschwätzt, stellte dann aber nach einer und nach zwei Wochen Essenstagebuch fest, dass ich ja gar nicht soooo extrem viel/ungesund/übermäßig/fettig/süß essen würde?! Ich esse nur sehr unregelmäßig und das ist bis heute so.
– dann war ich ungefähr 26 und hab mich für meinen damaligen Freund wieder runtergehungert – total bescheuert, so im Nachhinein – weil ich seiner Vorstellung von einer Freundin entsprechen wollte. Ich kann mich noch an meine vorstehenden Beckenknochen erinnern, wenn ich gelegen habe… Zum Mittagessen gabs in der Zeit ein Duplo, um wenigstens etwas Energie zu kriegen für 10 Std. Tage…
Meine Kollegen damals stellten schon immer bewundernd und erschreckt fest, dass ich ja immer dünner werden würde und wie ich das mache… Kummer und kein Hunger sind keine gute Kombination.
Zwischendrin habe ich mich auch oft mit Diäten beschäftigt. Als Buchhändlerin hatte ich das alles ja vor der Nase… Schlank im Schlaf – das wärs gewesen! Glyx, Atkins, Metabolic Balance, Hollywood, und wie sie alle heißen. Ich habe bestimmt alles gelesen.
Ich habe heute noch 2 Weight Watchers Kochbücher daheim, aus denen ich gern mal ein paar Sachen koche. Das hat noch am ehesten meinen Nerv getroffen.
Was ich nicht brauchen kann: Selbsthilfegruppen. Ich war schon immer ein Einzelkämpfer.
Was ich versuchen würde: LCHF. Das kann ich mir noch am ehesten vorstellen durchzuhalten. Zeitlich begrenzt, wobei ja schon allein der Verzicht auf Kohlenhydrate am Abend viel Erfolg bringt. Bei Instagram habe ich schon viele Fotos gesehen. Aber auch hier stelle ich wieder fest, dass ich kein Typ bin, der auf Kohlenhydrate verzichten kann… Reduzieren ja, gänzlich weglassen eher nicht.
Grundsätzlich gehts mir grad so:
Ich habe mich damit abgefunden bzw. für mich akzeptiert, dass ich nur unter größten Anstrengungen und unter größten Verzichten rank und schlank sein würde! Ich müsste für das Idealgewicht – aber ist es auch mein Idealgewicht? – hart kämpfen und noch härter arbeiten und zusätzlich noch Verzicht üben. Ich möchte das einfach nicht mehr. Ich esse gern. Ich müsste sehnsüchtig auf andere Teller starren oder von leckerstem Essen träumen, während ich mir nur einen Salat reindrehe oder ein Miniportiönchen von was auch immer…
Ich möchte behaupten, dass es bei uns genug Salat und Gemüse zu essen gibt. Es gibt an und zu Fast Food, es gibt große Portionen und auch wenn ich nicht so aussehe, ich bin kein Chips-Esser oder Sofaknabberer oder zwischendurch-aus-Langeweile-Futterer. Schokolade ist mir zu süß, die wird bei mir alt und wenn ich doch mal nen Jeeper hatte, dann liegt irgendwas – egal ob ne Schachtel Pralinen, ne Tafel Schokolade, ne Packung Kekse, ne Tüte Gummibärchen – rum und wird alt. Schade um das Geld! Und Steffen als Speckitonne benutzen, muss nicht sein.
Ich möchte nicht (mehr) irgendwelchen Idealen entsprechen! Ich lebe bewusst, wir gehen oft an die frische Luft, ich hab nen Ellipsentrainer zu Hause und merke bereits, dass mein Erschöpfungspunkt sich verschoben hat. Ich hab den für die Ausdauer, nicht um in erster Linie abzunehmen. Wenn das ein positiver Nebeneffekt ist, dann ist der willkommen, aber keinesfalls erzwungen. Ich bin kein Mensch fürs Fitnessstudio.
Mir ist außerdem bewusst, dass hohes Körpergewicht bestimmte Krankheiten auslösen bzw. lancieren kann. Aber auch eine gesunde Lebensweise kann das. Weder das eine noch das andere ist ein Garant für ein langes, gesundes Leben!
Ich behaupte von mir, dass ich angekommen bin, dass ich aufgrund meiner vielseitigen diätischen und jojoeffektiven Vorerfahrungen kritisch genug mit allen sich bietenden Möglichkeiten umgehe. Und was diese Stoffwechselkur mit ihren Globuli/Tropfen und Nahrungsergänzungsmitteln angeht: danke, aber nein danke.
viele Grüße
Sabine