Jahresende

Das Jahr  war zu Ende und ich bin es auch. Und weil ich so zu Ende war, muss ich die Timemachine nutzen und zurückdatieren 😉 Während nämlich andere frei hatten, waren mein Buchhalter und ich fleißig, um den Jahresabschluss in die Spur zu bringen. Da wir im Januar nur vier Tage Zeit gehabt hätten, mussten wir einige Sachen noch in die Tage zwischen den Feiertagen packen. Und uns hats eben auch beide am 31. noch erwischt, um Sachen fertig zu kriegen…

Das Jahr war geprägt von Neuanschaffungen, klingt jetzt vielleicht nach mehr als es war, aber immerhin: eine neue Couch, ein neuer Couchtisch, ein neues Lesegerät aka Kindle, ein GPS fürs Geocachen, ein neues iPhone – sind immerhin alles Neuanschaffungen! Die besten Investitionen für mich waren der Kindle und das iPhone. Letzteres ist so ein Handschmeichler, so ein brilliantes Gerät – im wörtlichen und übertragenen Sinne – so viel hach. Der Kindle verdient mindestens genauso viele Hachs! Im Dunkeln im Bett lesen ohne Nachttischlampe, keine Fliegen und Mücken mehr im Sommer (okeeee, das lag vielleicht auch an den Fliegengittern an den Fenstern 😉 ), kein dickes Buch mehr in der ohnehin nicht sehr großen Umhängetasche spazierentragen müssen und trotzdem mehr als 80 Bücher (aktueller SUB-Inhalt des Kindles) dabeihaben – ein Traum! Und ich habe mich vehement jahrelang dagegen gewehrt, bis der Preis unschlagbar und ich der Meinung war, dass man für 70 Euro nix falsch machen kann… War dann auch so: nix falsch gemacht, alles richtig.

Die diesjährigen Urlaube – ja, der Mann und ich gönnen uns zweimal im Jahr Urlaub – waren wie jedes Jahr einmal im Norden am Meer für länger als der zweite Urlaub im Süden in den Bergen, der immer kürzer ausfällt. Im Norden haben wir dann festgestellt, dass Häuser da gar nicht mal sooo teuer sind und wir sagten so im Spaß, dass wir als Rentner mal so ein rotes Ziegelhäuschen hinterm Deich haben werden. Da, wo der Wind pfeift und die Luft salzig ist. Das wäre was! Den Urlaub für 2016 habe ich ziemlich gleich im Anschluss an den 2015er-Urlaub gebucht: Nordsee, Juni, Friedrichskoog, Ferienhaus hinterm Deich. Mit der Möglichkeit eine ehemalige Kollegin zu besuchen, die dieses Jahr Richtung Wacken gezogen ist und der Möglichkeit mit dem Schiff nach Helgoland überzusetzen. Ich freu mich so! Wann ist nochmal Juni?

Nachdem ich vergangenes Jahr mit cachen angefangen habe und in acht Monaten auf 266 Caches kam, dachte ich dieses Jahr – ohne mir das groß als Ziel zu stecken – dass ich vielleicht die Anzahl der gefundenen Caches verdoppeln könnte… Hat schlussendlich nicht ganz geklappt: es sind „nur“ 474 Caches geworden dieses Jahr. Wir hätten im November halt nicht nur 2 Dosen suchen sollen, sondern ein paar mehr. Aber wie gesagt, es war kein Ziel, von daher bin ich auch nicht enttäuscht. Der beschde Kollege animiert mich immer wieder, doch mal ein paar mehr Nicht-Tradis zu machen und hilft mir auf die Sprünge, indem er mir beim errätseln der Koordinaten hilft. Die Anfänge sind manchmal gut, aber irgendwie fehlen mir genau die Gehirnwindungen, die mich um die Ecke denken lassen – heidanei! Wenn er mir dann sagt oder zeigt, wie es sein soll, dann ist natürlich alles vollkommen klar und logisch. Wie früher in Mathe. Oder so…

Das erste Mal gehabt dieses Jahr: Bronchitis. Krasser Scheiß! Ich dachte, es wäre nur eine Erkältung. Vergeht wieder. Ich bin da schmerzfrei. Dann kam aber trockener Reizhusten und Schnauferei dazu – der Weg vom Schreibtisch zum Drucker war wie ein Marathon für mich! Nach anderthalb Wochen bin ich dann doch mal zum Arzt, der mich schließlich für eine Woche krankgeschrieben hat. Und ich war dankbar dafür. Meine erste Krankschreibung seit sieben Jahren…

Mein Instagram-Account entwickelt sich immer mehr zum Futter-Fotoblog. Es ist nicht so, dass ich jedes Frühstücksbrötchen knipsen muss, aber doch immer mal wieder die Eigenkreationen oder die immer gleichen Teller beim Griechen, im Lieblingslokal oder im Urlaub festhalten muss. Da dieses Jahr irgendwannd die Verknüpfung zu flickr nicht mehr wollte – lag vielleicht daran, dass ich die Jahresgebühr später gezahlt habe… – und die Bilder bei Instagram nur Wochenangaben haben, kann ich gar nicht genau feststellen, was ich in welchem Monat gefuttert habe – buhuhuuuuu. Ich konnte beim durchscrollen der Bilder noch nicht mal feststellen, ob es  für ein Motto reichen könnte. Tendenziell gehts Richtung vegetarisch, es gibt aber trotzdem noch genügend Fleisch zu futtern! Und ich werde einen Teufel tun, kein Fleisch mehr zu essen – mir würde was fehlen. Soviel ist sicher.

Allerdings habe ich gemerkt, dass Schokolade so gar nicht mehr meins ist. Hin und wieder mal ein Stück oder einen Schokoriegel. Aber eine Schachten Pralinen beispielsweise macht mich gar nicht mehr an… Zu süß. Glaubt es oder nicht! Meist muss der Mann sich opfern und die üppigen Reste vertilgen. Ich mag aber nach wie vor Kuchen. Ob gekauft oder selbst gebacken ist egal. Allerdings kann ich mich an ein Stück Harlekintorte im Herbsturlaub im Cafe Reber in Bad Reichenhall erinnern – heilandzack, war die süß! Unglaublich! Knabberzeug ist nach wie vor nicht meins – im Gegensatz zum Mann. Klar, ich greif mal rein und probier einen Kartoffelchip (ürgs) oder Cracker (geht eher) oder auch Erdnussflips (da könnte ich mich ja fast reinlegen), aber es nicht so, dass ich immer was in der Nähe haben müsste, um glücklich zu sein. Was immer da ist, ist Joghurt. Da es wöchentlich irgendwelche Joghurts im Angebot gibt, kauf ich mir da immer ein paar Becher – lass es  5 oder 6 sein, um über die Woche zu kommen. In der nächsten Wochen gibt es vielleicht wieder andere. Oder auch nicht. Je nach Lust und Laune.

Ich habe mit Sicherheit was vergessen, ist aber mit Sicherheit auch nicht schlimm. Ist ja mehr für mich gedacht 🙂

Fürs neue Jahr habe ich – wie jedes Jahr – keine Vorsätze. Weder abnehmen, noch mehr bewegen, noch weniger essen, noch freundlicher zu meinen Mitmenschen sein. Ich mag mich, so wie ich bin und wer mich nicht mag, muss mich auch nicht mögen müssen. Ich lese zwar seit diesem Jahr wieder mehr – dank technischer Neuanschaffung, weiß aber auch nicht, ob ich das 2016 genau so durchhalten werde… Ich nehme es jedoch mal ganz stark an, weil es im Bett einfach praktisch ist! Ansonsten werde ich auch 2016 weiterhin die Nordsee mögen und meinen Kuga 🙂 In diesem Sinne: bis nächstes Jahr!