Urlaubsplanung 2015

Meine Güte, ich staune über mich selbst 🙂

Noch vor ein paar Jahren mochte ich es gar nicht, dass ich mir für den Friseur einen Termin holen sollte, weil ich nämlich zum Friseur gehen wollte, wenn ich Lust habe und nicht, wenn ich einen Termin habe! So. Spontan könnte man dazu sagen, frei, ungebunden, anders, ich eben. Mittlerweile bin ich älter und gesetzter *hüstel* und habe einen Friseur gefunden, der richtig gute Arbeit leistet – der Salon im Allgemeinen, nicht ein einzelner Friseur. Es ist mir nämlich immer noch egal, wer mir die Haare macht, solange es eben in genau diesem Salon ist. Eine Meisterschule übrigens.

Es gab auch schon Zeiten, da habe ich mit dem Kopf geschüttelt, wenn Kollegen berichtet haben, dass sie ihren Sommerurlaub gebucht haben. Zum Zeitpunkt des Erzählens war es vielleicht November, möglicherweise auch Januar oder Februar. Ein halbes Jahr im Voraus Urlaub buchen – gehts noch?! Woher weiß ich, was in einem halben Jahr ist?! Vielleicht werde ich ja dringend woanders gebraucht? Vielleicht ist ja jemand krank und ich muss einspringen, weil alle anderen im Urlaub sind?! Hmmmm. Ich habe immer dann Urlaub gemacht, wenn niemand anders Urlaub hatte und wenn keine Ferien waren. Spontan, kurzfristig, frei, anders als andere… Ich eben.

Vor drei Wochen ungefähr, es war Ende Oktober, wir sind gerade von unserem Kurzurlaub aus den Bergen zurückgekommen, da packte es mich und ich googelte so vor mich hin… Deutschlands nördliche, genauer die nordwestliche Küstenlinie war mein Begehr. Nordsee. Nächstes Jahr, wenn keine Ferien sind, im Mai vielleicht. Nicht unbedingt auf eine Insel, aber an die Nordsee sollte es gehen. Kein Hotel, eine Ferienwohnung wegen unserer Langschläfergewohnheit halt.

Was soll ich sagen? Ich bin fündig geworden. Es ist eine Ferienwohnung mit Balkon geworden. In Norddeich. An der Nordsee. Zwei Wochen im Mai. Wann war gleich nochmal Mai? Wie lange dauerts noch? Wann isses soweit? Wann gehts los?

Ich eben. Anders.

Lesewiedereinstieg

Es ist gefühlte Eeeewigkeiten her, dass ich ein Buch, einen Roman, einen Krimi, ne Schnulze, whatever von vorn bis hinten durchgelesen haben. Wobei: Im Urlaub im Mai hab ich einen Rügenkrimi gelesen. In einem Rutsch. Trotzdem. Äonen!

#gelesen im Oktober. Nur #deutschsprachiges und extrem leichte Kost. So zum #Wiedereinstieg nach jahrelanger Leseabstinenz Graf passend ;) #BuchhändlerinaD

Irgendwann Anfang Oktober entdeckte ich in einem Mängelexemplarwühltisch (es blutet mir immer noch das Buchhändlerherz bei diesen sogenannten Mängelexemplaren…) ein Buch – schmal, blau, hübsch, netter Klappentext – und nahm es mit. Cordula Stratmann ist in der Schillerstraße so herrlich komisch, da versprach das Buch Kurzweil. Nojo. Es ging so. Zum Glück war es recht dünn und damit auch recht schnell vorbei. Das Verhältnis von Preis zu Seitenzahl stand natürlich in keinem Verhältnis. Trotz Preisreduktion wegen Mängelexemplar.

Danach kam ein Buch, das ich wohl vergangenes Jahr mal angefangen hatte, es dann aber in die Ecke gelegt habe wegen akuter Leseunlust. Am Buch lags definitiv nicht, denn das las sich dann doch in einem Rutsch durch. Von Dora Heldt hatte ich vor längerem schon einmal ein Buch gelesen und das war soooo witzig! Da ich es aber überhaupt nicht leiden kann, ein Buch ungelesen zu lassen – so ein Spleen von mir… Ich kann mich da an einen Gaylord-Roman erinnern, muss den Titel mal go.ogeln, den hatte ich erst weglegen müssen, weils mich überhaupt nicht gepackt hat. Nach ein paar Jahren, ich glaube, es waren wirklich Jahre, hab ich nochmal reingeschaut und zack, fertig! – auf jeden Fall: nicht zu Ende gelesene Bücher gehen gar nicht.

Das dritte Buch im Bunde war ein Liebesschmöker, denn ich irgendwann mal auf Amrum gekauft habe. Amrum, hach. Da war so eine kleine schnuckelige Buchhandlung und eigentlich wollte ich nur Postkarten. Jaja, und dann lag da der zweite Teil der Inselärztin. Leichte Kost, einfach so zum Weglesen. Aber ich glaube, ich muss den dritten Teil nicht lesen. Da gibts genug andere Bücher, die ich hier rumliegen habe…

Das vierte Buch lief mir über den Weg in Form  eines Filmtitels, der zur Zeit unseres Herbsturlaubs in Garmisch im Kino kam: Winterkartoffelknödel. (Im Geschäft musste ich vergangene Woche ein Passwort ändern, weil es abgelaufen war. Ich überlegte kurz, ob ich Winterkartoffelknödel eingeben sollte, überlegte es mir dann aber anders, weil ich befürchtete, dass ich mich ständig vertippe dabei. Wobei… Beim nächsten Mal vielleicht 😉 ) Wenn wir im Urlaub irgendwo sind, dann mag ich es Bücher zu lesen, die auch dort, oder in der Gegend vielleicht, spielen. Beispiele? Mutter bei die Fische auf Amrum. Hafenmord in Sassnitz. Die Liebe der Inselärztin auf Hiddensee. Winterkartoffelknödel irgendwo im Bayrischen… Das ist so herrlich witzig, dass ich hier schon den zweiten Band liegen habe, der jetzt auch gleich drankommt 🙂

Mal schauen, wie lange die Leselust anhält, nachdem sich die Stricklust irgendwann wieder verkrochen hat… Allerdings wäre ich gewappnet – genug Wolle und gespitzte Stricknadeln habe ich zur Genüge!