Politikverdrossenheit

Bundestagswahl 2013, heute.

Irgendwann habe ich mal gehört, gesehen, gelesen, dass Wahlkampf das ist, was in dem Zeitraum zwischen den Wahlen passiert und nicht das, was 12 Wochen vor der Wahl vermehrt versprochen wird.

Ich bin gewiss niemand, die sich bis ins kleinste Detail für das interessiert, was politisch tagtäglich in Berlin, in Washington, in Paris oder einfach nur in Stuttgart, München oder Hamburg passiert. Trotzdem lese ich regelmäßig Schlagzeilen in diversen Nachrichtenmagazinen, sehe unregelmäßig die Tagesschau und höre ab und an die Ballermann Nachrichten. Ich würde mich nur als mäßig politisch interessiert bezeichnen.

Als ich damals ins wahlfähige Alter kam, war ich – gelinde ausgedrückt – überfordert. Ich hatte gerade Abitur gemacht, hatte eine Lehrstelle als Buchhändlerin angetreten und sollte an der ersten Bundestagswahl meines jungen Lebens teilnehmen. Ich kann mich noch erinnern, dass ich damals mit meinen Eltern gescherzt habe, dass ich meine erste Wahlkarte für immer an meinem Spiegel klemmen haben werde 😉 Ich glaube, ich habe die dann aber doch gegen einen Wahlzettel eingetauscht, den ich mit einem großen Smiley versehen habe… oder so. Oder war es ein riesengroßes Fragezeichen? Ich weiß es nicht mehr…

In den vergangenen 15 Jahren hat sich nicht allzu viel geändert: es gab ein paar Wahlen für Bund und Land, ich war mal wählen und auch einmal nicht. Ich gebe es zu. Dass ich sogar mittlerweile alle Regenbogenfarben durchgewählt habe – zum Glück gehört schwarz nicht dazu – gebe ich auch zu! Politisch geändert hat sich durch meine Kreuzchen nichts. Es wurden Versprechungen gemacht, die dann doch nicht gehalten wurden – egal von welcher Partei, der Euro kam, Hartz 4 wurde eingeführt, die Reichen werden reicher, die Armen werden ärmer. Die Politiker dreister – Flugmeilenaffäre, Teppichaffäre, Amigoaffäre, Doppelbezüge. Das Kopfschütteln hält an.

Wenn ich aktiv an der Front etwas ändern wollte, müsste ich meine eigene Partei gründen – die Sackklopfer. Alle Politiker in einen Sack stopfen und draufkloppen – es trifft immer den richtigen. Immer!

Bei den letzten Wahlen war ich immer wählen. Und ich habe immer ein Kreuz gemacht, sodass auch meine Stimme gezählt werden konnte. Mittlerweile bin ich sogar schamlos dazu übergegangen meine Stimme per Briefwahl abzugeben. Die zweidreimal, die ich in einem Wahllokal war, waren sehr ernüchternd. Ich habe mir immer vorgestellt, dass man da in einer Riesenschlange wartet, um endlich seine Stimme abgeben zu dürfen. Statt dessen saßen die Wahlhelfer ziemlich gelangweilt rum – ziemlich viele Menschen für eine recht einfache Tätigkeit – und haben mit Sicherheit das Ende des Tages herbeigesehnt! Ich kann mich sogar noch an Zeiten erinnern, da musste man bei der Beantragung von Briefwahlunterlagen angeben, warum man am Wahltag nicht ins Wahllokal gehen wollte oder konnte. Als ob  man dadurch zu einem besseren oder schlechteren Wähler wurde…

Ich habe also schon vor ca. 4 Wochen meine Stimme abgegeben und bin gespannt, wie es heute Abend ausgehen wird. Da die Wahl zwischen Pest, Cholera und Lepra nicht wirklich berauschend ist und war, wird sich auch in der kommenden Legislaturperiode nicht wirklich viel ändern…

Heizungssaison

… ist hiermit offiziell eröffnet!

Vor anderthalb Wochen hab ich schon einmal die Heizung anmachen müssen, als es abends nur 10 Grad waren draußen. Drinnen waren es vielleicht 18 – nicht gerade gemütlich… Heute also auch wieder kalt – 8 Grad nur. Es wird Herbst. Eindeutig.

Im Geschäft hat heute auch unser Vermieter vorbeigeschaut und die Heizung angestellt, nachdem die Mieter der Wohnung im Obergeschoss auch schon frieren mussten. Und nachdem im Sommer, in der größten Hitze, Deckenstrahlplatten eingebaut wurde, damit wir es kuschelig haben, wenn es kalt ist, haben wir heute kurz nach anschalten der Heizung feststellen dürfen, dass die funktionieren! Sie strahlen Wärme ab. Sinn und Zweck erfüllt 🙂

Urlaubsplanung

Da sind die Sommerferien noch nicht mal rum, da hab ich immer noch 19 Tage Urlaub für 2013, da war ich noch nicht mal bei meinen Eltern, da plan ich schon wieder am Urlaub für 2014. Zweitausendvierzehn! Im Mai! Ungelogen!

Dem Mann und mir habens die großen salzigen Meere im Norden Deutschlands angetan. Das süße schwäbische Meer haben wir ja direkt vor der Haustür 😉 Nachdem wir nun dieses Jahr schon einmal kurz das Vergnügen mit Ost- und Nordsee im Nordwesten hatten, wollen wir kommendes Jahr die Insel Rügen im Nordosten besuchen. Und grad gestern hat der beschde Blogverwalter ein Bild von Sassnitz gepostet (zugegeben: nicht die ansprechendste Aussicht…) – ich will da hin!

Schon gestern Abend hab ich also Google-Maps studiert und nach hübschen Ferienvillen, -wohnungen und Hotels geschaut und tendiere zu diesen hübschen weißen Villen, die Ferienwohnungen beherbergen. Mein Favorit bisher ist die Villa Feodora – wie die Schokoladenhersteller 😀 – ich werde mal noch meinen Freund Google ein wenig bemühen, wie die Kritiken sind, aber die Fotos sind ansprechend, die Lage auch, Parkplätze hats direkt am Haus. Ich werde also den Mann überreden … äh … überzeugen natürlich und dann werde ich mal anfragen, ob die Wohnung mit Balkon noch frei ist 🙂

Rügen FTW!