Sommerurlaub

Ist ja eigentlich ganz untypisch für mich, dass ich Sommerurlaub mache, aber nach der Aufregung der letzten Tage hab ich mir das redlich verdient 😉

Am Dienstag – in der größten Sommerhitze – hat unser Kühlschrank beschlossen, die Arbeit zu verweigern, seinen Dienst zu quittieren und um Rauswurf zu betteln. Pech, ne!? Wenn Mitarbeiter keinen Bock mehr haben, dann lässt man sie ziehen… Is halt so. Der Dienstverweigerer stand also unschuldig rum, leuchtete vor sich hin und meinte, sich ab sofort hitzefrei gönnen zu müssen – ohne Rücksicht auf Verluste.

Im Klartext soll das heißen, dass tatsächlich die Anzeige außen und das Licht innen geleuchtet haben, sich die Temperatur im Inneren des Kühlschranks jedoch mehr und mehr der Temperatur außen anpasste. Ganz toll! Nicht. Wir haben grad um die 32 Grad! Ausschalten, warten, wieder anschalten, ausschalten, Stecker raus, warten, Stecker rein, anschalten, rumdrücken, hören, schauen, fühlen, rütteln, fluchen – nix. Nicht mal die Drohung mit Endverwertung nützte etwas!

Ein Anruf beim Kundendienst – wir überlegten tatsächlich noch, dem Kühlschrank eine letzte Chance zu geben – ergab, dass ein frühester Reparaturtermin erst kommende Woche möglich gewesen wäre! HahahahaaaHAAHAHAAAAAAA! Nochmal zu Erinnerung: wir haben 32 Grad – Tendenz gen Wochenende steigend! Also haben wir beschlossen, einen neuen Kühlschrank anzuschaffen. Der nächstgelegene Meedia-Maakt war also unser Ziel am Mittwochabend – Mission Kühlschrankneukauf wurde erfolgreich abgeschlossen!

Mein sommerlicher, eintägiger Erholungsurlaub besteht also aus Warten auf die Kühlschranklieferung 🙂 Freu mich schon auf Montag, wenn ich wieder arbeiten gehen darf – Urlaub machen kann echt anstrengend sein *kicher*

Riesenoleander

… ich kann mich noch an Zeiten erinnern, da hatte mein Vater einen Oleander und den hegte und pflegte er und dann wollte er doch nicht blühen. Schien ein sensibles Pflänzchen zu sein. Der Oleander natürlich 😉

Als wir vor anderthalb Jahren mit der Firma in ein neues Gebäude zogen, überließ uns unser Vermieter auch seine Pflanzen, unter anderem zwei Oleander. Riesenoschis! Topfdurchmesser 120 cm. Die hatten wir anfangs in unseren Büroräumen stehen, weil es Februar war und knackig kalt draußen. Irgendwann warfen die Dinger ihre Blätter ab, wir gaben ihnen zweimal die Woche einen 10-Liter-Schluck aus der Gießkanne. Auf einmal trieben sie aus wie Hölle! Gleichzeitig kamen die Blattläuse *soifz* Dann wurde es milder und wir stellten die Tröge vor die Tür. Unser Vermieter (der anfangs noch über der Firma gewohnt hat, hat die dann radikal zurückgestutzt und die guten Stücke hatten viel Kraft, um komplett neu auszutreiben.

Im vergangenen Winter haben wir die Töpfe bei einer Gärtnerei „eingelagert“. Die haben die Pflänzchen abgeholt, auf unseren Wunsch Substrat nachgefüllt und gestutzt. Das Stutzen mach ich nächstes Mal selber – die Gärtner haben sich gar nicht getraut. Ich bin ja da schmerzfrei – wie mit meinen Haaren beim Friseur: zuviel kanns nie sein. Wächst eh nach. Und wenns nicht wächst, hats nicht sollen sein 😉

Einer der beiden Oleander ist ein bisschen dürr und krüppelig, allerdings ist das auch derjenige, der momentan blüht, was das Zeug hält:

Der andere ist der vollere, dichtere, grünere, der aber mittlerweile auch haufenweise Knospen hat und so langsam anfängt zu blühen:

Was mir dieses Jahr (bisher) zum Glück erspart geblieben ist, sind die Blattläuse. Vermutlich wars letztes Jahr einfach zu warm, als wir die die ganze Zeit im Büro stehen hatten… Das einzige, was mir ein wenig Kopfzerbrechen bereitet ist der Wasserverbrauch der Firma: alle zwei bis 3 Tage muss ich bei der derzeitigen warmen, trockenen Witterung den Wasserhahn aufdrehen und laufen lassen, sonst lassen die Schätzchen die Blütenköpfe hängen.

Was uns dieser Beitrag jetzt sagen wollte? Ja, ähm, dass ich einen grünen Daumen habe? Dass Oleanderblüten so dumpf vanillig und irgendwie schwer riechen? Dass unser Vermieter total glücklich ist, dass „seine“ Oleander so toll blühen? Und dass es schon echt aufwändig ist, wenn ich grad so oft den Wasserschlauch holen muss, um die Riesen zu gießen… Aber was tut man nicht alles für das hier:

Cabriobräune

Als ich im April den großen, dicken, weißen Kuga bekommen habe, hat sich der Mann ein kleines, schwarzes, stummeliges Cabrio gekauft. Einen Smart. Und wenn das Wetter schön ist, fahren wir dem Stummelauto durch die Gegend, weil wir dann eine natürliche Klimaanlage haben, wenn der Deckel auf ist 😉

Wenn wir länger fahren, wird ordentlich Sonnenschutz aufgetragen. So ein Minifläschle Kindersonnenschutz hab ich auch immer einstecken. Wenn wir jedoch nur mal einkaufen fahren, dann wird der Deckel zwar auch aufgemacht, aber da schmieren wir uns vorher nicht erst ein. Mittlerweile hat sich im Gesicht, am Hals und auf den Armen schon so ne Art Flugrost Bräune festgesetzt. Und das, obwohl ich eigentlich gar nie nicht braun werde, weil nach rot kommt ab und nach ab ist alles wieder wie vorher.

Da der ultimative Sonnenbrand dieses Jahr jedoch ausgeblieben ist – vielleicht dank Sonnenschutz – wird das leichte Rot dann doch so irgendwie bräunlich… (Waschen hab ich schon probiert – geht nicht ab, scheint echt zu sein!) Verglichen mit dem Mann bin ich natürlich trotzdem noch ein blässliches, sonnenscheues Wesen.