Abschlussprüfungen

Mündliche Fachwirtprüfung – check

Praktische Ausbildereignungsprüfung – check.

Ich bin jetzt Bachelor professional of book trade management mit AEVO-Schein 🙂 Fachwirtin des Buchhandels klingt so popelig…

Endlich wieder "normal" Urlaub machen und nicht im Urlaub auf Fortbildung müssen! Endlich keinen Lernstress mehr (den ich eigentlich nie hatte, naja, bis auf Rechnungswesen für die schriftliche Wiederholungsprüfung 😀 ) Endlich nicht mehr rumärgern mit diesem unfähigen Organisationschaos am mediacampus frankfurt. Endlich, endlich, endlich fertig! 

Mini-Urlaub

Heute einen Tag Nichtstun in Fränkfort genossen. 

Schon bei unserem letzten Aufenthalt hier am Main hatte ich gesehen, dass im Herbst eine Ausstellung mit dem Titel "Schwarze Romantik" im Städel-Museum sein wird. Klang vielversprechend und das düstere Titelbild machte auch keinen schlechten Eindruck. Also hatte ich mir das für die allerletzte Anwesenheitsphase vorgenommen – Museum besuchen.

Heute Morgen dann stand ich mit einigen anderen Interessenten Punkt 10 vor der Museumstür, wurde eingelassen, zahlte ermäßigten Eintritt und genehmigte mir einen Audioguide. Das Städelmuseum ist toll! Macht von außen einen ganz unscheinbaren Eindruck, offenbart jedoch innen Größe und große Schätze – oder so 😉 

Ich hätte mir für ein paar andere Bilder auch noch so ne Audioerklärung gewünscht, aber das hätte vermutlich den Rahmen gesprengt und ich nehme ganz stark an, dass sich die Organisatoren was dabei gedacht haben, dass sie Erklärungen zu den Bildern gemacht haben, für die sie eben welche gemacht haben (klar, oder!?) 

Lieblingsbild also (welches gleichzeitig Titelbild der Ausstellung ist):

Ernst Ferdinand Oehme – Prozession im Nebel 

Danach bin ich noch zum Helaba-Turm gelaufen, der hat ganz oben eine Aussichtsplattform. Auf die kommt man nur rauf, wenn man 5 Euro löhnt und durch ne Sicherheitsschleuse geht. Im September nach der schriftlichen Prüfung war so tolles Wetter, dass ich noch eine Sightseeing-Tour mit so nem Oben-ohne-Touri-Bus gemacht habe. Ich bin damals nur rumgefahren (… und noch immer sah sie sich im Cabrio fahrn mit dem Wind im offenen Haaaaaaar …) und habe mir gedacht, dass ich mir so ein paar Sächelchen jetzt nochmals anschauen könnte… Der Turm gehörte dazu 🙂 Es war diesig heute, aber dank der Instagram-Filter hab ich das Optimum aus dem Bild rausholen können:

Blick auf die Zeil, die sich da in der Bildmitte nach oben wegschlängelt und links der Turm, das Jumeirah

(…ein Luxushotel in Frankfurt, wo man Wasser von weitweitweg trinken kann – das Glas oder die Flasche für 60 Euro oder so 🙂  )

Frankfurt ist schon toll. Wohnen wollen würde ich hier trotzdem nicht. Billiger als am Bodensee isses zwar auch nicht, aber irgendwie zu groß. 

Weiterbildungsdrama

Als ich im September einem Kollegen sagte, dass ich froh bin, wenn meine Weiterbildung endlich rum ist, meinte dieser, dass es ja eigentlich nicht Sinn und Zweck der Sache ist, wenn man sagen würde, dass man froh wäre, wenn es vorbei ist. Recht hat er! 

Ich weiß nur gerade gar nicht so richtig, wo ich konkret festmachen kann, dass ich froh bin, wenn es rum ist: 2011 war OK. Anstrengend war es. Urlaub war kein Urlaub sondern Fortbildung. Eine von vier schriftlichen Prüfungen habe ich im März 2012 nochmals schreiben dürfen und bestanden. Trotzdem war 2011 OK.

2012 jedoch war unter aller Kanone: Wechsel in der Organisationsleitung der Fachschule und Zerwürfnisse mit dem Vorgänger. Informationen, die dadurch auf der Strecke geblieben sind. Eine Ansprechpartnerin, die keine war und auch immer noch nur sehr ätherisch vorhanden zu sein scheint. Eine Lernplattform, die mehr Schein als Sein ist – angepriesen wurde sie uns wie warme Semmeln! Dozenten, die am Thema vorbei dozieren. Eine IHK, die scheinbar nur aus Sesselfurzern zu bestehen scheint, Geld einstreicht, Termine verspricht, sich dann selbst widerspricht, es natürlich nicht zugibt, nicht lesen und schreiben kann und auf Nachfrage total kundenunfreundlich kommuniziert. Selten soviel Unfähigkeit auf einem Haufen erlebt! 

Wenn diese Versprechen, die nicht gehalten wurden wenigstens nur vonseiten der IHK her bestanden hätten, wäre das vielleicht alles nicht so schlimm gewesen. Da es aber auch hier am Campus Sachen gab, die man uns als A versprach – 15 Leute haben es gehört – bei Ankunft ist dann jedoch von X die Rede, auf Nachfrage wiederum wird uns ein Gemisch aus A und X serviert. Da frag ich mich doch ernsthaft, ob hier vielleicht schlicht Überforderung im Spiel ist?! Kommunikation, Führung und Zusammenarbeit dozieren und in der Theorie alles beherrschen, jedoch in der Praxis völlig versagen: Der Satz "Ich werde mich darum kümmern." ist zur Phrase verkommen. Und wofür werden Evaluierungsbögen verteilt, wenn man sie dann doch nicht auswertet?!

Wir haben einstimmig auf die offizielle Verabschiedung verzichtet. Die wäre nämlich nicht uns zu Ehren gemacht worden, sondern um sich selbst zu beweihräuchern. Definitiv. Und das gönnt denen hier niemand von uns. Eigentlich schlimm, sowas feststellen zu müssen.

Ich gehe jetzt weinen. Um all das Geld, was ich denen hier vor die Füße geworfen habe, weil sie der einzige Bildungsträger in Deutschland für diese spezielle Fortbildung sind. Hätte ich das mal vorher gewusst, ich hätte mein Geld besser anzulegen gewusst!

Bin ich froh, wenn ich am Freitag wieder heimfahren und dieses ganze Theater hier hinter mir lassen werde.

Abenteuerreise

Wat bin ick froh, dass ich am Tag vor Beginn des letzten Fränkfort-Aufenthalts nach Fränkfort gefahren bin! Mal ganz abgesehen davon, dass es absolute Kacke war, dass ich mit der Deutschen Bahn anreisen wollte! 

Normalerweise wäre es erst Montagmittag in FFM losgegangen, da hätte ich locker morgens mit dem Zug anreisen können – ich hätte sogar noch eine bis anderthalb Stunden Puffer gehabt. Falls was dazwischen kommen sollte. Dann habe ich allerdings gesehen, dass auf der Strecke Radolfzell – Karlsruhe teilweise Schienenersatzverkehr fährt. So ein Mist. Auto – hm, weiß net, Montagmorgen wäre das ungefähr genauso doof gewesen wie Zug und SEV… Also Zug am Tag davor.

Der Mann war so nett, mich bis nach Stuergerd zu bringen, damit ich dem usseligen SEV entkomme. Ticket im Internet war sehr erschwinglich, Zug sollte ab Stuttgart Hbf bis nach Fränkfort durchfahren. In Stuttgart am Bahnhof – ungefähr ne halbe Stunde vor Abfahrt des Zuges – bewege ich mich Richtung des Gleises, welches auf der Fahrkarte stand, schaue nur nochmal auf die große Anzeige, weil die unmittelbar am Gleis hängt und – ich fall vom Glauben ab: "Dieser Zug entfällt heute!" Ja, krieg ichs noch?! Ich hatte ne Fahrkarte mit Zugbindung! Deswegen war die auch so erschwinglich! DrecksweichenundOberleitungsschädennachZugentgleisunginStuttgart!

An der Info die Dame war auch so ne Trulla: "Na, da hätten Sie auch den Zug um 13:27 Uhr Richtung Frankfurt nehmen können!" (es war 13:28 Uhr zum Zeitpunkt meiner Frage, egal) Zum Glück sollte um 13:51 Uhr nochmal einer fahren, allerdings mit Umstieg in Mannheim, aber auch egal. Hauptsache, ich komme heute noch nach Frankfurt!

Der ICE, der um 13:51 Uhr abfahren sollte, war sogar superpünktlich! Wow! Problem: Die Reisenden, die mit den entfallenen Zügen nach Frankfurt fahren wollten, mussten auf die anderen Züge ausweichen. Durchsage im bis dahin pünktlichen ICE: "Aufgrund hohen Fahrgastaufkommens kann unser Zug nicht losfahren, da die Gänge des ICE überfüllt sind. Wir bitten diejenigen Fahrgäste auszusteigen, die keine Reservierungen haben. Am DB-Reisecenter gibt es eine Gutschrift von 25 Euro." Aha, Bestechungsversuch. Nicht mit mir jedenfalls. Diese Durchsage kam noch einmal, ein paar Ängstliche stiegen aus, Verspätung jetzt schon 15 Minuten. Ach. Du. Schande! 

Den Anschlusszug in Mannheim natürlich verpasst, aber ne halbe Stunde später einen weiteren ICE bestiegen mit Frankfurt Hbf als Ziel. Na, endlich.

Schlussendlich war ich 40 Minuten später in Frankfurt als mit dem Zug, der um 14:05 Uhr in Stuttgart losgefahren wäre und um 15:40 Uhr in Frankfurt hätte ankommen sollen… Ich bin gespannt, wann ich am  Freitag daheim sein werde: mein Zug fährt um 11:50 Uhr in FFM weg und soll um 16:35 Uhr in Radolfzell ankommen. Meine Weltreise geht über Mannheim und Basel **lach**

Die Bahn macht es einem echt schwer, gern mit dem Zug zu fahren… Da fahr ich wirklich lieber mit dem Auto – da bin ich mein eigener Herr. Klar sind Staus auch doof und klar ist der Termindruck im schlechtesten Falle auch blöd, aber ständig die Angst zu haben, ob ich den Anschlusszug erreiche bei 5 Minuten Umsteigezeit – äh, danke, aber nein, danke!

Verfallserscheinung

Fürs Protokoll.

Es ist der 03. Oktober 2012. Ich bin irgendwas über zweiunddreißigeinhalb Jahre alt jung (sagt der Mann).

Ich habe weiße Haare. Und nein, es sind nicht die blondierten Haare, die ab dem Ansatz weiß sind!

(Das ist bestimmt der ganze Stress und Ärger. Mit dem Mann 😀  Und mit el Cheffe **hrhr**)