Teppichporsche

Ich bin begeistert! Das ist ne krasse Höllenmaschine, das Ding! Da sammeln sich Sachen in diesem durchsichtigen Behälter, da fragste Dich echt, ob Du vorher überhaupt jemals richtig gesaugt hast und wenn dann, wie. Dreckmuzeln, Flusen, Wollmäuse oder wie auch immer ihr die Dinger nennt – da kriegste den Mund nicht mehr zu! Aber schon für den psychologischen Effekt – ich hab gesaugt und es hat sich tatsächlich Dreck in dem Behälter gesammelt – lohnt es sich, täglich zu saugen **frins** und staunend den Klarsichtbehälter zu schütteln.

Und das Design – genialistisch! Dunkles silbergrau und einen violetten Abdeckdeckel. Eigentlich unspektakulär, aber richtig schick.

Es ist und bleibt zwar "nur" ein Staubsauger, aber was für einer! Und wenn ich den dummen Typen aus dem Blöd-Markt nochmal sehe, dann zeig ich dem den Stinkefinger mein strahlendstes Lächeln! So.

Stadtkind

Ich bin ein Stadtkind, eindeutig.

Ein bisschen grün ist toll. Sogar ein kleiner Garten wäre toll – ein bisschen hier und da häckeln, im Zweifel wuchern lassen, aber nix anbauen und ja keine Arbeit damit haben außer Rasen mähen. Ein Wald mit befestigten Wegen ist auch toll. Aber abseits dieser Wege nach Pilzen suchen zu müssen bzw. zu wollen, weil auf den Wegen ist nix mit Pilzen, das ist schon wieder gar net so meins.

Mitbringsel dieser Waldtour: zwei Pilze – eigentlich ein und ein viertelster – sowie haufenweise Schnakenbisse. Ist ja nicht so, dass ich mich nicht mit Mückentötolin eingeschmiert hätte vorher. Nur haben diese Viecher gemerkt, dass zwar der Hals beschmiert war, nicht aber die Stelle hinterm Ohr. Auch im Gesicht war ich wohl sparsam, ebenso an den Handrücken und Fingern – die Arme wiederum waren gut versorgt… Dre.cksviecher da! Außerdem hatte ich schon auf dem Heimweg das unbändige Bedürfnis zu duschen, weil ich das Gefühl hatte, überall kreucht und fleucht es… Einbildung vermutlich 😉

Und wenn ich alle Pilze mitgenommen hätte, die da so aus dem Boden gewuchert sind – nur die guten, die die ich gern mitgenommen hätte, die haben sich vor mir versteckt… – dann hätte ich einen guten Sack voll gehabt! Ob die dann alle gesund und genießbar gewesen wären, das wäre eine andere Sache. Zumindest hat es stellenweise sehr aromatisch nach Pilzen geduftelt… Aber mit absteigender Dioptrienzahl nimmt auch das Pilzauge ab. Hätte ich mehr gute Pilze gefunden, hätte es vermutlich wesentlich mehr Spaß gemacht. Hach.

Porschebestellung

Wirklich wahr! Kein Scherz. Ist zwar "nur" ein Haushaltsporsche, aber immerhin kein Opel…

Nachdem an meinem lila Monsterstaubsauger immer mehr kaputt geht und ich ja schon länger, viel länger, um nicht zu sagen gaaaaaaanz laaaaaaange ein Auge auf einen Dyson-Staubsauger geworfen habe, war es am Wochenende soweit. Der Onlinehändler mit dem lustigen A. hatte die Porsches gerade im Angebot. Sehr verlockend! Also ein bisschen rumgeguckt und verglichen und irgendwie nicht richtig gesehen, was jetzt der Unterschied zwischen DC29 und DC32 ist und beschlossen, den nächstörtlichen Ich-bin-doch-nicht-blöd-Markt aufzusuchen. Das war dann schon kurz vor Ladenschließung. Vielleicht lags ja auch daran, dass der Verkäufer da mich für blöd verkaufen wollte oder eben selbt bl.öd war. Aber echt ma!

Ich wollte eigentlich nur zum Händler vor Ort um zu testen, wie lang das Saugrohr ist, damit ich – die ja dann hauptsächlich mit dem Saugporsche rumhirschen wird – zukünftig keine Kreuzschmerzen zu beklagen habe. Und schon wie der Ich-bin-dann-doch-blöd-Mensch da ankommt und so ganz cool meint "Ach, ihr sucht also nen Staubsauger?!", dachte ich schon "Ach, bleib mir doch weg!". Und als der dann meinte, er hätte was viel tolleres für uns als nen Dyson, da dachte ich noch "Was kann jetzt wohl noch toller als ein Dyson sein?!" Bringt der mir doch tatsächlich nen Rowen.ta-Staubsauger und preist den in den allerhöchsten Tönen?! Zwar auch einen mit Zyklonen-Technologie, aber bitte?! Rowe.nta wenn ich mich für nen Dyson interessiere?! Das ist, als würde mir jemand nen Opel anbieten, wenn ich nen Porsche kaufen will! Frechheit. Echt ma! (Am schlimmsten war ja, dass ich von Sachen wusste – dank Onlinerecherche – von denen er angeblich noch nix gehört hatte: Nachmotorfilter. "Was fürn Ding?! Gibts das etwa? Bei Dyson?! Na, das wüsste ich aber!" Dumpfbacke, ey!)

Und wie das mit der Schlagfertigkeit so ist, fiel mir der Opel-Porsche-Vergleich natürlich erst ein, als ich mit dem Mann draußen auf dem Weg zum Auto war… Sowas ist ka.cke. Also dass einem so geile Argumente immer erst einfallen, wenn alles zu spät ist.

Wir haben dann den Online-Dealer unterstützt – ich bin ja nicht blöd, nech?! – und den Teppichporsche bestellt. Und mit ganz viel Glück kommt der heute schon! Ich bin ja so uffjerescht!

Sonnenanbeter

Mann, ey! Kaum scheint die Sonne, strömen die Leute wieder scharenweise aus ihren Löchern… Erschwerenderweise kommt hinzu, dass in Baden-Württemberg grad auch noch Ferien sind. Und Bodensee und Urlaub – alles klar?!

Der Mann ist mit nem Bekannten Motorrad fahren und ich dachte, dass ich doch auch mal wieder allein baden/schwimmen/planschern gehen könnte und machte mich frohgemut auf den Weg nach Überlingen. Schon beim Vorbeifahren am Parkplatz sah ich, dass der ziemlich voll war. An der Einfahrt zum Parkplatz standen dann schon mal 4 Autos und ich als Linksabbieger blockierte gleich mal die Straße **hüstel** Dann fuhr jemand raus und ich konnte mich in die Einfahrtsreihe einreihen und mitwarten. Es fuhr noch jemand raus und ich konnte eine Autolänge aufrücken. Mittlerweile schwante mir, dass man nur reinfahren konnte, wenn jemand rauskam. Und da auf dem Parkplatz schon zwei Autos eine Lücke suchten, aber niemand Anstalten machte rauszufahren, schwante mir noch mehr…

Nach weiteren 5 oder 10 Minuten vergeblichen Wartens und einem Checkerblick nach hinten, wie dicht der Hintermann aufgefahren war – hinter mir standen mittlerweile zwei weitere Warter – legte ich ganz zaghaft den Rückwärtsgang ein (und schockierte damit wahrscheinlich meinen Hintermann – allerdings hatte ich ausreichend Platz zum Rangieren) und mit zwei Zügen war ich aus ner blockierten Parkplatzeinfahrt wieder raus. Mein Hintermann machte es mir inzwischen nach und fuhr auch davon.

Auf der Suche nach nem anderem Parkplatz – ich wollte ja schon noch baden gehen! – wurde mir aber schnell klar, dass das eher ein sinnloses Unterfangen sein würde und trat dann eben unverrichteter Dinge – trocken in meinem Fall – den Heimweg an. So Spazierfahrten haben auch was…

Bücherfresser

Nachdem ich mich letztens noch durch ein Buch quälte, mich auf das folgende freute und dann doch recht zügig in 2 Tagen durchgelesen hatte – Mary Hooper schreibt halt einfach spannend und fesselnd und toll und … hach …, habe ich mittlerweile schon ein weiteres Buch gelesen und wieder eins angefangen. ‚S lauft!

So Lesedurststrecken finde ich echt grausam: kein Buch ist spannend, obwohl sich der Klappentext gut anhört. Dann ist das Buch zu dick, zu dünn, zu groß, zu schwer, zu trocken, zu langweilig, zu was weiß ich… Außerdem hab ich immer das Gefühl, meinem Beruf nicht gerecht zu werden – was eigentlich auch wieder Blödsinn ist, aber trotzdem. 

Deswegen lese ich grad mal wieder soviel wie geht, damit ich das Gefühl habe, verlorenes aufgeholt zu haben 🙂

Freizeitbeschäftigung

Ich stricke dann mal.

Wie es dazu kam? Stricktreff mit den Strickliesln. Nicht, dass die mich dazu überredet hätten. Nein! Vielmehr hatten die was dabei, wo ich dachte "Das kannst Du auch!" Und so kam es dann, dass ich mich entschloss, eine kuschelige Fernsehdecke zu stricken: der Mann will eine Fernsehdecke, ich hätte gern ein Kuscheldecke. Wer die Decke dann im Endeffekt puscheln darf, das entscheidet sich, wenn die fertig ist. Vielleicht sind ihm die Farben ja zu rosa oder lila oder grün oder so…

Das tolle daran ist: die Decke besteht aus mehreren kleinen Quadraten. Ich strick die auch nur hin und her – kraus rechts. Das ist am einfachsten, weil die Wolle bunt ist und Muster das ganze zu sehr überladen würden. Die werden dann zu einer größeren Decke zusammengezwirbelt. Dazu nehm ich übrigens viel bunte Wolle, sodass das nicht so langweilig aussieht. Jetzt hab ich gestern beim Bildergoog.len gesehen, dass man zwischen die Quadrate auch noch einfarbige Streifen stricken kann. Ich nehm dazu so ne Unfarbe: grau in drei Schattierungen. Soll ja – wie gesagt – nicht langweilig werden 😉

Meine neue Beschäftigung abends beim Fernsehen oder dann, wenn ich Zeit habe und gerade mal wieder kein Buch lese oder statt an den Fingern zu knibbeln: Quadrate stricken. Ich werde nie Socken stricken, auch keine Mützen und keine Handschuhe. Ich kenne Leute, die das für mich machen könnten, ich revanchier mich dann mit Decken, Topflappen, Taschen, Kissenhüllen, Schals – alles, was grade ist und ohne Muster hin und her gestrickt werden kann 😀

Streetviewdebatte

Aaaahhhh! Er spricht mir aus der Seele. 

(Witzig übrigens die Vorstellung, dass man beim Spazierengehen an Häusern vorbeikommt, die plötzlich pixelig werden, nur weil deren [berühmte/bekannte/angeblichgewolltberühmtbekannte?!] Bewohner nicht wollen, dass man als Spaziergänger sieht, wie das Haus von außen aussieht…)

Leseerfolg

Wenn ich mir also nicht gerade beim Stricken die Finger breche oder die Zungenspitze abbeiße, dann lese ich doch noch ab und zu etwas.

Allerdings ist das schon seit längerem recht mühsam… Ob es an den Büchern liegt oder an mir oder an der Zeit – ne Ausrede gibt es vermutlich immer. Das letzte Buch, welches ich heute dann endlich zugeschlagen habe, war mehr als quälend zu lesen. Obwohl mir eine Kollegin gesagt hatte, dass es ihr super gefallen hat. Und normalerweise steht Morton Rhue alias Todd Strasser in meinem Fall ja schon für spannende Lektüre… (wobei ich ja auch nicht jedes Buch von ihm gelesen hab geschweige denn spannend fand)

Ich quälte mich also durch "Wish you were dead" und dachte schon irgendwann vor der Mitte, dass er da so einiges hätte raffen können… Die Spur mit dem Blog verlief sich irgendwann, es kamen immer neue mögliche Personen und Verdächtige hinzu. Doch als ich mich heute nochmal ransetzte und mir das letzte Stück vornahm – eigentlich "nur" 100 Seiten, aber die können sowas von eeeeeeeeeeewig dauern… –  da lief es auf einmal. Es wurde doch tatsächlich noch spannend! Die Bloggeschichte hat sich aufgeklärt, es war dann jemand, von dem man es sich am wenigstens erwartet hat, aber so richtig spannend und toll fand ich die ganze Story nicht. (Ich bin aber auch niemand, der einfach ein Buch weglegt, weil es langatmig ist. Ich kämpfe mich dann [blöderweise eigentlich] schon durch und denke im Endeffekt, dass es bestimmt packendere Bücher in meinen unendlichen Bücherstapeln gegeben hätte, bei denen ich wesentlich kürzer  zum Durchlesen gebraucht hätte… Ach, lassen wir das doch einfach ;-))

Ich hoffe, dass mein nächster Buchgriff besser und schneller zu lesen ist!

Wochentagsdatum

Heute ist übrigens Freitag, der 13. 🙂 Wollte ich nur mal so erwähnt haben, weil ja heute noch nix nennenswertes schief gegangen ist… Wobei bei mir ja nie was schief geht. Nicht mehr oder nicht weniger als an anderen Tagen mit anderem Datum. 

(Schwarze Katzen, Störche, Schornsteinfeger und ähnliches Glücks- oder Pechgedönse können mir auch nix anhaben!)

Strickliesl

Mit Sicherheit kein neues Hobby und auch keine neu erworbene Fähigkeit. Vielmehr eine bereits bekannte Fähigkeit aus den Untiefen des verstaubten Gehirnkästchens geholt und wieder aufgefrischt. Es funktioniert übrigens noch 😉 (Bis gestern dachte ich, dass noch so eine Strickanfänger-Probe auf den Nadeln hocken würde, aber nix da! Ich musste bei 0 anfangen…)

1) Den Faden von hinten holen ist einfacher, als den Faden vor der Arbeit liegen haben. 2) Ich habe immer noch das Problem, dass die Maschen viel zu fest werden bei mir. Am schlimmsten ist es eben, wenn der Faden vorn liegt. Faden hinten: Maschen toll. 3) Ich kann sogar Muster. Das geht halt so: Faden vorn vorn vorn vorn – hinten hinten hinten hinten – vorn vorn vorn vorn – hinten hinten hinten hinten. Bis halt alle 24 Maschen (ich hab übrigens laut meiner Zählung mit 20 angefangen… wo bitte kommen die zusätzlichen 4 her?!) Manchmal strick ich auch ne halbe Reihe vorn – halbe Reihe hinten. Umdrehen: hinten – vorn. Wieder umdrehen: vorn – hinten. 4) Leider vergesse ich immer, wie eine vordere und eine hintere Masche aussieht. Deshalb krieg ich keine  regelmäßigen "Muster" hin. Das sieht zwar für mein Emfpinden recht gut aus, aber regelmäßig?! Nix da… 5) Ein anderes Problem ist, dass ich keine Reihen erkennen oder zählen kann… Wenn ich vermutlich jede Reihe mit anderer Wolle stricken würde, dann wäre das einfacher, vermutlich aber auch ein rechtes Rumgemurkse mit immer neuer Wolle… 6) Und wenn ich jetzt noch anfangen würde Socken zu stricken, wäre ich vermutlich schon nach dem Bündchen mit den Nerven fertig – und wer rennt schon gern einsockig rum, falls der Socke überhaupt fertig werden sollte?!

Ach, warum jetzt also der ganze Aufwand, wenn ich doch nur rumheule, dass das irgendwie nix wird?! Morgen gehts zum Stricktreff 🙂 Ich hab mich ja bisher mit Händen und Füßen dagegen gesträubt. Aber diesmal treffen sich die Strickliesln bei einer Bekannten im Dorf um die Ecke und meine Marmeladenglas-Wander-Probier-Testerin geht auch mit und so hab ich mich halb selbst eingeladen, halb wurde ich gebeten. Ich sag brav hallo, bringe süß-klebriges Leckerli zum Einschmeicheln mit, tue so, als ob ich stricken könnte und denke mal, dass ich so schnell nicht wieder dahin gehen werde 😉 (Übrigens nicht, weil ich die Mädels nicht mag, sondern weil mich das Klappern der Stricknadeln vermutlich enormstens beim Lesen stören würde :D)

Ich bin gespannt! **hrhr**