Hinterm Mond

… gleich links. So komm ich mir gerade vor. Ich les zwar Tageszeitung – die aus Papier 😉 – aber irgendwie informieren die auch nicht immer über das, was ich gern wissen möchte oder nicht wissen will. Die sind irgendwie zu statisch. Das Internet ist flexibler – für meine Begriffe.

Ich schnipsel mal ein bisschen rum über die vergangenen paar Tag:

Die Umzugsmänner waren echt genial – ich musste nix schleppen. Die wollten allein schwitzen. Ich hab mindestens 3x gefragt, ob ich helfen soll!

Ab- und Aufbau ging problemlos von statten. Nix kaputt gegangen, keine Schrammen, kein gar nix. Nur die Feststellung, dass mein Kleiderschrank einen erneuten Umzug nicht mitmachen wird. Also den Umzug schon, nur einen erneuten Aufbau nach erfolgtem Abbau werden die Verschraubungen nicht aushalten.

Einen Skoda Oktavia kann man bis in den roten Drehzahlbereich fahren. Das klingt dann wie ein Ziehdröhn. Ich musste knapp zwei Stunden Verspätung rausholen! Mein alter Vermieter hat unseren mündlich abgesprochenen Übergabetermin verpennt und sich auf nullkommagarnix vorbereitet, der Daggel. Ne halbe Stunde haben die Umzugsmänner dann doch auf mich warten müssen **schwitz**

Tanken in der Schweiz ist echt geil! Ich kann ja von meiner Wohnung in Konschdanz aus fast über die Grenze spucken. 5 Minuten laufen und ich bin am Grenzübergang. Keine 5 Minuten fahren und ich hab ne Schweizer Tankstelle. Und 25 Liter Benzin für 27 Euro – so billisch ist Deutschland dann doch nicht 😉

4 Umzugskisten sind noch so halbvoll. Von insgesamt 30 Kartons ist das ein guter Schnitt – nach zwei Tagen Ausräumarbeiten wohlgemerkt!

Ich hab voll die geilen Lampen für meinen Flur und mein Schlafzimmer gekauft. Ballonrund im Flur und witzige Puzzle-Falt-Technik fürs Schlafzimmer. Echte Designer-Lampen: Lampenmanufaktur Freiburg wenn ich mich richtig entsinne. Fast echter Designer-Preis. Halbwegs erschwinglich waren die 😉

Lampen aufhängen ist eigentlich ganz einfach: Sicherung raus, Lampen anschließen, Sicherung rein, Knöpfchen drücken und hoffen, dass die Sicherung nicht rausfliegt 🙂 Roter Draht an roten Draht und blauer Draht an blauen Draht funktioniert übrigens gar nicht. Aber roter Draht an blauen Draht und blauer Draht an roten Draht tut auf jeden Fall. Nur der gelbgrüne Draht sollte außen vor bleiben – soviel war mir noch im Hirn.

Der Rolladen in der Küche ist dann auch gleich mal kaputt gegangen. Gurtwelle kaputt. Gurt total verdreht. Rolladen ging nicht mehr hoch. Musste komplett ausgebaut werden zum Reparieren. Zum Glück hatte ich gleich am ersten Tag ne Lampe in meine Küche gehängt! Da wars dann nicht ganz so dunkel.

Das ist dann grad mal so alles, was mir rückblickend einfällt.

Reisevorbereitung

Ich reise mit großem Gepäck: 30 Umzugskartons. Regale. Bett. Schrank. Diverse andere Kartons und Kisten. Pflanzen. Koffer. Rucksäcke. Fressalien. Altpapier 🙂

Ich habe gerade meine Waschmaschine reisetauglich gemacht. Mann, sind die Schrauben für die Transportsicherung lang!

Die Kabelbinder statt der Schlauchschelle am Abwasserschlauch hab ich ganz vorsichtig durchgeschnitten 😉 Alles noch heile. Neue Kabelbinder (statt ner Schlauchschelle) hab ich auch schon gekauft. Jetzt hoffe ich nur, dass der Anschluss in der Konstanzer Wohnung nicht noch ein Snüffelstück braucht, sondern dass das alles so passt, dass ich das ruckzuck ranbauen kann.

Bis auf Zangen hab ich eigentlich alles in meinem Werkzeugkoffer, was frau braucht. Akkuschrauber (cooles Teil übrigens – richtig Power unter der Haube hat das Ding), diverse Schraubendreher. Hammer. Nägel. Dübel. Schrauben. Bohrer. Haken. Zollstöcke. Messen. Gliedermaßstäbe. Ja, soooo viele! Bestimmt 5 Stück. Falls einer falsch misst 🙂

Jetzt mach ich noch das, was ich mir bis zum Schluss aufgehoben hab: Computer und Telefon abbauen. Ab morgen findet man mich dann hinterm Mond gleich links. Echt ein komisches Gefühl. Im Urlaub im Ausland ist das wurscht. Aber allein in ner neuen Stadt muss mer dann doch wieder soziale Kontakte pflegen statt Onlife 🙂

Nu denn, bis bald!

Offline

Also so ein bisschen trauer ich meinem Internetanschluss ja schon hinterher… Ab heute Abend bin ich für 2 Wochen offline. Das ist nicht lebenswichtig, ganz bestimmt nicht. Aber irgendwie denke ich, dass ich voll hinterm Mond leben werde! Wahrscheinlich werde ich mir jeden Tag ne Zeitung kaufen müssen: Wetterbericht und aktuelle Ereignisse kann ich ja jetzt erstmal nicht mehr über Spiegel-Online oder die Wetter-Seite abrufen… Und irgendwie sollte man ja schon auf dem Laufenden bleiben! 

Dass ich meine Emails nicht mehr morgens, mittags und abends abrufen kann, fuchst mich ja auch ein bisschen. Nicht, dass da superwichtige Sachen drin gestanden hätten. Aber plötzlich wird einem bewusst, wieviele Informationen mittlerweile elektronisch übermittelt werden. Ich werde mir später noch alle möglichen Kontaktdaten aufschreiben müssen, damit ich notfalls auch offline kommunizieren kann **lach** Mei, isch des kompliziert.

Futter-Content

Vorhin habe ich die gefüllten Spinatrollen in Scheibchen geschnitten und auf Baguettescheiben gelegt. Die Endstücken habe ich jeweils selbst verspeist und muss sagen, echt lecker. Ein bisschen fad, obwohl ich eigentlich reichlich gewürzt hatte. Aber vielleicht hätte ich doch die getrockneten, eingelegten Tomaten mit reinmachen sollen… Beim nächsten Mal wird alles anders 😉 Aber lecker fand ichs trotzdem. Dann hab ich die Sachen schön auf ne Platte drapiert und mit Muffins in den Pausenraum in der Buchhandlung gebracht. Mit den Eierlikör-Muffins hab ich meinen Chef glücklich gemacht – die anderen natürlich auch. Aber Cheffe hat mir die Muffins fast aus der Hand gerissen 🙂

Mittlerweile ist es halb eins und ich hab mein Bad fertig ausgeräumt. Jetzt muss ich nur noch den Schrank rauswuchten und den Boden putzen, dann ist das komplett fertig. Danach werd ich die Klamotten aus dem Schlafzimmerschrank räumen und in Koffer packen, damit ich meine Sachen nicht aus Umzugskisten kruschteln muss.

Danach sollte ich entweder die Küche ausräumen oder das Wohnzimmer vollends fertig machen… Mal schauen, wonach mir ist. Ich sollte mir ja auch noch was für morgen aufheben. Sonst muss ich mich hinsetzen und lesen – welch Frevel 😉 Aber so gut wie ich gerade vorankomme, schein ich mindestens morgen Mittag fertig zu sein. Eigentlich nicht schlecht!

Rühreigeruch

Ich hab ja bekanntlich gerade ein bisschen gebacken

Was mir dabei eher unangenehm in die Nase gestiegen ist, ist so ein Rühreigeruch. Ich habe die Eier nur nach Vorschrift genommen. Also nicht mehr oder so. Es waren auch nur M-Eier. Und irgendwie riecht es grad in meiner Küche, als ob ich Rührei gemacht hätte.

Liegt das vielleicht am Futter, was die Hühnertiere bekommen? Kriegen die vielleicht sogar Rührei zu futtern, damit die zu legenden Eier aromatischer werden? Es riecht auch nicht immer nach Rührei beim Backen. Deswegen wundert es mich ja so!

Abschiedsfutteralien

Ich mach grad die Abschiedsfutteralien für meine Kollegen fertig und muss warten, bis die Backzeit rum ist. Eierlikör-Muffins backen im Ofen und die Spinatrolle mit Garnelen und Lachs kühlt schon im Kühlschrank. Dazu noch Baguette für die Röllchen, die dann in Scheiben aufs Brot gelegt werden sollen und eine Schokolade mit persönlichem Briefchen für jeden einzelnen Kollegen – soviel Zeit und Kritik und Lob muss sein **hrhr**

Und dann muss gepackt werden. Und geputzt. Aber ich wette, dass ich das auf jeden Fall bis Donnerstagabend schaffe! Ich hoffe, die Möbelfahrer sind am Freitag pünktlich.

Vergesslichkeit

Es ist echt unglaublich! 

Der Vielflieger vergisst heute Morgen seinen Kulturbeutel – fällt ihm zum Glück auf dem Weg zum Flughafen ein. Also geschwind gedreht und die Tasche noch geholt. Flug nicht verpasst. Dafür hab ich dann festgestellt, dass ich das Lich in der Wohnung hab brennen lassen. Zum Glück bin ich nicht mitgeflogen, sondern nochmal heim gefahren. 

Ja, und dann kam ich. Auf dem Weg zur S-Bahn kamen mir so leise Zweifel, ob ich denn jetzt wenigstens das Licht ausgemacht hatte. Am Bahnsteig kam dann die Gewissheit, dass ich mein Kosmetiktäschle vergessen hab. Eigentlich waren es alles ersetzbare Sache: Kajal, Mascara, kleine Nagelschere, Pinzette, Nagelfeile und eben das Täschle. Ich hätte mit der S-Bahn fahren können… Wenn da nicht die Zweifel wegen dem Licht gewesen wären!

Also sitze ich nun hier. Werde die nächste S-Bahn nehmen – zum Glück plane ich da immer recht großzügig. Habe mein Kosmetiktäschle eingepackt und festgestellt, dass das Licht tatsächlich aus war 🙂

Was man nicht im Kopf hat und so…

Riesenpottkleingeld

Ich habe heute meine Riesenschnappesflasche voller Kleingeld entleert und die Bank damit beglückt. Sack, war das schwer! Das sind bestimmt 20 kg gewesen. In der Größe einer kleineren Wassermelone. 

Ich geb halt wenig Kleingeld aus – ich geb nur das große Geld aus **hrhr** Wollte sagen, ich sammel den Kleinkruscht nicht ewig im Portemonnaie, weil das erstens den Geldbeutel schwer macht, dick vor allem und wenn man Kleingeld braucht, hat man eh nie das passende dabei. Also leere ich meinen Kleinkruscht regelmäßig daheim in meine Riesenschnappesflasche und warte, bis sich die Mickerlinge vermehrt haben.

Fast 200 Euro sind diesmal dabei rausgekommen! Gar nicht schlecht. Aber für das Gewicht, was das Kleingeld hatte, eigentlich viel zu wenig…

Telefonaquise

Sogar Vodaf.one betreibt Telefonterrorkundenbindung.

Der tollste Einstieg ist ja immer so: Telefon klingelt. Unbekannte Rufnummer. Mit Namen melde ich mich am Handy gar nicht mehr. "Mit wem spreche ich?" – will die Stimme am anderen Ende wissen. "Bei wem haben Sie denn angerufen?" – erlaube ich mir zu antworten. Und schon merkt man, wie am anderen Ende die Laune rapide gesunken ist. 

Ich wäre ja schon so lange Kunde und hätte jetzt Anspruch auf den Sparbonus. Ah ja. Wie hoch denn meine Rechnung sei. Und mit wem ich so telefonieren würde. Können die doch alles sehen, wenn die tatsächlich von Vod.afone angerufen hat?! Und ich könnte doch eine Partnerkarte bekommen, damit ich ins gleiche Netz und ins Festnetz am Wochenende kostenlos telefonieren könne… Brauch ich nicht, verdammte Kacke! Am Wochenende kann ich festnetzofonieren und unter der Woche auch. Außerdem sehe ich das andere Netz am Wochenende. Da muss ich nicht mit dem telefonieren. Und meine Freiminuten reichen mir auch so ziemlich aus unter der Woche. Ansonsten hält eben Skype her. Und warum trauen die mir nicht zu, meinen Tarif passend zu meinen Bedürfnissen rausgesucht zu haben? Saftnasen.

Die wollen nur mein Bestes – mein Geld.

Ich könnte übrigens nie in nem Callcenter arbeiten. Ich müsste mich nur mit Kunden wie mir rumschlagen, denen man am Telefon nix aufschwatzen kann. Und wenns dann noch Erfolgsprämie gäbe, müsste ich glatt unter der Brücke schlafen 🙂

Mr. President

Barack "die Baracke" Obama. 

Unglaublich, aber wahr!

Und hoffentlich gibts keinen zweiten Kennedy… Wir erinnern uns an das Attentat.