Heute: Rettung des häuslichen Gemeinschaftsbriefkastens vor dem endgültigen Durchbruch.
Ich habe keine Ahnung, wie alt das Teil ist. In unserer Haustür ist ein Briefschlitz, durch welchen man Post und Zeitungen einwerfen kann bzw. muss. Die Haustür ist ja verschlossen. Hinter dem Schlitz hängt ein selbstgezimmerter Kasten, welcher alles durchgesteckte auffängt. Dieser Kasten ist für meine Begriffe ein wenig unterdezimiert. Fünf Zentimeter länger und der Boden würde nicht halber abfallen, wenn mal ein A4-formatiger Katalog oder andere dickere und längere Zeitschriften reingeschoben werden. Aber gut. Er ist nun mal so wie er ist. Schon länger habe ich überlegt, diesen Umstand zu beheben. Andere im Haus scheint das nicht zu stören. Mich stört sowas nun mal!
Heute dann habe ich den Kasten abgemacht, abgewischt und repariert. Erst ein paar beherzte Schläge mit dem Hammer - ich musste dann aber feststellen, dass der Boden irgendwie gerundet ist: ein Schlag auf die eine Seite hat die andere Seite wieder ein bisschen hochspringen lassen **soifz** Son Mist! Also war da mit Nägeln nix auszurichten... Mein Werkzeugkasten bietet so allerlei Krims und Kruscht und unter anderem auch ein paar Schrauben. Ob das jetzt Holzschrauben waren, weiß ich nicht mehr, das Originalbehältnis hatte ich mal entsorgt, die Schrauben liegen im Schraubenfach. Verzinkt, Rundkopf mit Kreuzschlitz - für interessiert mitlesende Handwerker 
Mein Akkuschrauber hatte auch noch Saft, die Schrauben waren lang genug, also einfach mal drauflosgeschraubt. Und es hielt! Ha! Perfekt! Also dann gleich mal an jeder Ecke und auf der Längsseite noch eine Schraube reingedreht und ich war zufrieden mit meinem Werk. Mal schauen, ob das jetzt auch noch der schweren Post standhält...
Gestern: Rettung der geschäftlichen Industriespülmaschine im Cafébereich vor dem Verstopfungstod.
Irgendein §=%/(j2F8?§$% hat ins Flüssigreinigerfach Regeneriersalz reingeschüttet. Lesen sollte man können! Es ist alles beschriftet! **gnaaaaa** Aber von vorn: Meine Chefin und ich haben uns ein wenig gewundert, warum die Gläser und Tassen im Café nicht mehr so richtig sauber aus der Spülmaschine kommen... Mir ist aufgefallen, dass es anders riecht, wenn man nach dem Spülen den Deckel aufmacht. Aber weiter drüber nachgedacht hat keiner von uns. Bis gestern. Da fragte sie mich, ob ich weiß, wo man Salz nachfüllt, dass es vielleicht daran liegt. Hm, klar, kann sein. Komm, ich mach geschwind Salz rein.
Das Salz war drin, da dachte ich so bei mir, dass vielleicht auch Klarspüler und Reinigungsmittel nachgefüllt werden müssten. Normalerweise zeigt uns die Maschine an, wenn sie Nachschub braucht... Ich mache das Fach auf, in welchem sich die Spülmittelbehälter befinden und mich trifft fast der Schlag: Im Reinigungsmittelfach sieht es aus, als ob irgenwas sedimentiert wäre... Na klasse! Da konnte irgendjemand nicht lesen. Nächstes Problem: wie kriege ich diesen Behälter aus seiner Halterung? Wie ist der festgemacht und was ist mit den Zuleitungen?
Ich hab mir dann erstmal alles verfügbare Werkzeug zusammengesucht, Papiertücher zum Aufwischen von vielleicht zu Verschüttendem, nen Eimer mit klarem Wasser - immerhin ist da Reiniger, den ich verschütten könnte und aufwischen müsste, da brauch ich nicht noch zusätzliches Reinigungsmittel - und einen leeren Eimer, vielleicht kann ich das Zeug ja vor dem Verschütten auffangen...
Im Endeffekt ging das Ding leichter raus als gedacht - hoffentlich gehts auch genauso leicht wieder rein. Verschütten konnte man da zum Glück nix! Aber das weiß man ja vorher net... Ich bin dann mit dem Behälterchen (40cm lang, 10cm hoch, 4cm tief - das Ding sitzt außen unter der Spülkammer vor dem Wassertank - deswegen so lang und schmal) in den Putzraum gegangen, da hat es ein größeres Waschbecken und habe mit einem langen Latte Macchiato-Löffel das durchweichte Salz aufgebohrt, gelockert und rausgelockt
Ich will gar nicht wissen, wieviel Wasser ich verpampert habe... Es war aber auch eine seifige und vor allem bissige Angelegenheit - Industriereiniger halt. Mein Finger sahen aus!
Behälterchen wieder eingebaut, neu befüllt - mit Reiniger im richtigen Behälter und einmal durchgespült. Noch sieht man keine besseren Spülergebnisse, aber vielleicht morgen? Hoffentlich!
Wenn ich weniger praktisch veranlagt wäre und wir den Kundendienst hätten rufen müssen, hätten wir wahrscheinlich ein Heidengeld berappen müssen und wir wären als dumme Frauen abgestempelt worden - wer schüttet schon Salz ins Reinigerfach?! Aber: alles ist gut
Wir sind die Beschden!