So'n Hals, doh!
Wer bin ich eigentlich? Wofür - nein, besser: für wen verdiene ich eigentlich Geld? Ich mag meinen Job außerordentlich! Ich könnte mir keinen besseren vorstellen! Aber für wen arbeite ich eigentlich? Für den Staat. Richtig.
Und so langsam hab ich das Gefühl, dass ich wirklich nur für den arbeite. Der Rest, der dann vielleicht übrig bleibt, ist vielleicht für mich. Aber ich muss ja auch noch private Altersvorsorge betreiben - vom Staat ist ja in dieser Hinsicht nicht viel zu erwarten, obwohl ich regelmäßig fleißig spare, damit er mir mal was geben wird. Vielleicht bleibt ja aber von dieser privaten Altersvorsorge aufgrund der Inflation auch nicht mehr allzu viel übrig - schön doof...
Es schwelt ja schon länger, aber so langsam wirds konkret: diverse Krankenkassen fordern Zusatzbeiträge von ihren Versicherten. Und jetzt sag mir keiner, dass das nur erst Theorie ist, dass diese Beiträge gar nicht kommen werden. Kam schon einmal etwas nicht, was mehr Geld versprechen könnte?! Natürlich nicht für den normalen Bürger, sondern für den Staat, oder eben im aktuellen Fall für die Krankenkassen.
Meine Fresse: da zahlen wir Krankenkassenbeiträge, die monatlich vom Gehalt abgehen, zahlen bei Bedarf Praxisgebühr pro Quartal und sollen jetzt zusätzlich pro Monat einen Obulus zahlen, damit es den Krankenkassen besser geht?! Damit die besser mit ihrem "wenigen" Geld zurecht kommen?! Was machen die mit diesem zusätzlichen Beitrag? Was machen die überhaupt mit meinem monatlichen Beitrag? Und wofür zahle ich Praxisgebühr? Was machen die Ärzte damit?
Richtig frech finde ich ja, dass ich diesen Zusatzbeitrag irgendwann zahlen muss, obwohl ich vielleicht gar keinen Arzt in Anspruch nehme. Die Praxisgebühr, mein Gott, damit haben wir uns doch schon lange abgefunden. Und pro Quartal kann man - bis auf den Zahnarzt ne gute Ärztereise hinlegen, wenn man unbedingt wollte. Wartezimmer-Surfing für 10 Euro - hat auch nicht jeder...
Das große Problem, welches die Krankenkassen haben, sind die Versicherten, die sich auf ihren Krankenkassenbeitrag berufen und sich alle möglichen Behandlungen zahlen lassen. Die Dummen sind die, die diesen Beitrag auch zahlen müssen, ihn aber nicht ausnutzen, weil sie eben nicht krank sind, keine Behandlung brauchen und eigentlich "sparen" könnten. Logisch, dass da ein Zusatzbeitrag kommt. Das ist doch total ungleich verteilt!
Und damit ich nicht nur nörgel, hier auch gleich ein paar - für mein laienhaftes Wissen - umsetzbare Vorschläge:
Könnte dieser Zusatzbeitrag nicht von der Häufigkeit der Arztbesuche abhängig gemacht werden? Oder von der Höhe der eingereichten Kostenrechnungen? Da werden soooo viele Daten von uns gesammelt - für irgendeine Auswertung oder Statistik müssen die doch gut sein?!
Könnte nicht einfach eine "andere" Praxisgebühr erhoben werden? Eine, die pro Monat und pro Arztbesuch fällig wird - beim Zahnarzt beispielsweise muss man doch eh schon extra zahlen, warum sollte das nicht einfach generell bei jedem anderen Facharzt so sein?!
Vielleicht überlegen es sich dann einige Menschen eher, ob sie schon wieder zum Arzt müssen und diesen mit ihren Wehwehchen belasten müssen?!
So'n Hals!
Wo bitte kann ich aussteigen? Ich will hier raus! Das ist doch einfach nur zum K*****!
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