Wer kannte es nicht - den riesenfetten Quelle-Katalog, den man auch als dickes Bilderbuch bezeichnen konnte.
Klamotten über Katalog kaufen fand ich schon immer schwierig: entweder man hat sich total mit der Größe verschätzt - gleiche Größe wie in real, nur der Schnitt fällt komplett anders aus - oder aber die Farben verursachten krassesten Augenkrebs. Gemacht hat mans trotzdem und wurde meistens eines Besseren belehrt.
Ich war ja mal so dreist und verträumt und hab mich mit nem Blatt Papier hingesetzt und habe mir meine Haushaltsausstattung ausm Katalog zusammengesucht: Besteck, Geschirr, Töpfe, Möbel, Handtücher, Technikkruscht... Es gab ja eigentlich nix, was es nicht gab bei Quelle... Bestellt hab ichs dann natürlich nicht, war ich doch noch viel zu jung damals 
Jetzt gibts nen großen Ausverkauf bei Quelle und es ruft den Schnäppchenjäger auf den Plan. Nicht, dass ich die Schnäppchenjagd als passioniertes Hobby betreiben würde, nur manchmal freut man sich schon nen Keks, wenn man preiswert irgendwas erhaschen kann... Allerdings habe ich keinen Professor Layton entdecken können. Schade das. Muss ich wohl noch ein bisschen woanders suchen, damit ich keine regulären 40 Öcken dafür löhnen muss.
Ich finde es übrigens ganz in Ordnung, dass Quelle keinen stattlichen staatlichen Zuschuss bekommen hat. Weil erstens würde der Steuerzahler ein privates Unternehmen finanzieren und hätte null zu melden (haben wir ja eh nicht) und zweitens würde der Steuerzahler sogar wieder mit seinem eigenen Geld da einkaufen - und Quelle hätte doppelt abgeräumt! So schade es für so ein großes traditionelles Haus ist, so sehr ist das der Lauf der Wirtschaft. Kein normaler Betrieb würde staatlich unterstützt, wenn die Insolvenz oder gar Pleite droht. Es lag immerhin in den Händen der Eigentümer ihr Unternehmen - egal in welchen Zeiten - wirtschaftlich zu führen!
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